Presse & Kommunikation
2008
Ein neues Erdbebenfrühwarnsystem
Erdbeben verlässlich voraussagen: Dies könnte künftig dank einer Methode besser möglich werden, die der Oldenburger Physiker Prof. Dr. Joachim Peinke gemeinsam mit seinem iranischen Kollegen Prof. Dr. Mohammed Reza Rahimi Tabar entwickelt hat. Die Wissenschaftler berichten darüber in den Physical Review Letters. (Pressedienst 29. Dezember 2008)
Biomasse als Schlüssel der Energieversorgung
Eine globale Energieversorgung durch Biomasse ist ein durchaus realistisches Szenarium - so lautet das Fazit einer Studie, die von Prof. Dr. Jürgen O. Metzger von der Universität Oldenburg und Prof. Dr. Aloys Hüttermann von der Universität Göttingen verfasst wurde. Die Ergebnisse ihrer Studie sind in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift „Naturwissenschaften“ veröffentlicht. (Pressedienst 12. Dezember 2008)
Bedingungen für Alphabetisierung verbessern
In Deutschland können etwa vier Millionen erwachsene Menschen kaum oder gar nicht schreiben. Vor diesem Hintergrund kommt dem dreijährigen Forschungsprojekt „A.B.C. – Alphabetisierung – Beratung – Chancen“, an dem das Didaktische Zentrum der Universität beteiligt ist, eine besondere Bedeutung zu. (Pressedienst 11. Dezember 2008)
Quantenkorrelationen durch „klassisches Chaos“
Die Oldenburger Physiker PD Dr. Christoph Weiß und Niklas Teichmann (Arbeitsgruppe Theorie der Kondensierten Materie) haben einen neuen Zusammenhang zwischen „klassischem Chaos“ und Quantenkorrelationen entdeckt. Sie berichten darüber in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“. (Pressedienst 19. November 2008)
Wachsmann-Preis für Arbeit über „Kommunikation von Ärger“
Für ihre Dissertation „Sprachinhalt und Mimik bei der Kommunikation von Ärger“ hat die Oldenburger Diplompsychologin Monika Equit den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis 2008 der Universitäts-Gesellschaft Oldenburg (UGO) im Gedenken an Gerhard Wachsmann (Wachsmann-Preis). Die Arbeit ist am Institut für Psychologie der Universität Oldenburg entstanden und wurde von Prof. Dr. Ulrich Mees und Privatdozentin Dr. Annette Schmitt betreut. (Pressedienst 4. November 2008)
Nano-Laser: Aufsehenerregende Arbeit von Oldenburger Physikern
Große internationale Aufmerksamkeit hat ein in den „Physical Review Letters“ veröffentlichter Beitrag im Bereich Nano-Optik hervorgerufen, der von der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christoph Lienau (Institut für Physik) verfasst wurde. Der Aufsatz wurde als so bedeutend eingestuft, dass er als „Physical Review Focus“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. (Pressedienst 19. September 2008)
Studie zur Förderung benachteiligter Jugendlicher
Investitionen in Milliardenhöhe ohne erkennbaren Nutzen – das ist das Fazit einer Dissertation am Institut für Pädagogik. Im Mittelpunkt standen Fördermaßnahmen für benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf in Niedersachsen seit 1970. (Pressedienst 15. August 2008)
Musiker denken besonders rational
Das Bild vom gefühlsbetonten, sensiblen Musiker entspricht oft nicht der Realität. Vielmehr denken gerade diejenigen, die ihr ganzes Leben der Musik widmen, besonders strukturiert und rational. Das ist das Ergebnis einer Studie, an der der Oldenburger Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz beteiligt ist. (Pressedienst 4. August 2008)
Produktentwicklung in multinationalen Unternehmen
Bei der Gestaltung von Innovationsprozessen können multinationale Unternehmen sowohl auf die Kompetenzen an einem Standort als auch auf Kooperationen mit anderen Standorten und Unternehmen setzen. Die Frage nach der Organisation solcher Kooperationsbeziehungen steht im Zentrum eines neuen Forschungsprojektes, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit gut 300.000 Euro finanziert wird. (Pressedienst 25. Juli 2008)
„Bitte gib mir nur ein Wort …“
Auch wenn es verwunderlich erscheinen mag: Schmachtige Schlager können durchaus ein vielschichtiges und tiefgründiges Forschungsthema sein. In ihrer soeben veröffentlichten Dissertation „Historischer Wandel von Liebesvorstellungen“ hat die Oldenburger Psychologin Carmen Wulf 136 populäre deutschsprachige Liebeslieder miteinander verglichen und analysiert. (Pressedienst 25. Juli 2008)
Hörtest per Telefon
Ein neues Verfahren kann zuverlässige Hinweise auf Hörprobleme geben: In der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG präsentiert die Oldenburger Hörtech gGmbH einen Hörtest, der Anrufern bundesweit die Möglichkeit gibt, schnell, anonym und unverbindlich die Fähigkeiten ihres Gehörs zu prüfen. (Pressedienst 15. Juli 2008)
Zwangssterilisation im Land Oldenburg
Mindestens 2.574 Menschen sind im früheren Land Oldenburg Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisation geworden. Zu diesem Ergebnis gelangt Dr. Martin Finschow (40) in seiner kürzlich im Fach Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg abgeschlossenen Dissertation mit dem Titel „Umfang und Struktur der nationalsozialistischen Zwangssterilisationen im Land Oldenburg – eine Reflexion aus historisch-behindertenpädagogischer Perspektive“. (Pressedienst 3. Juli 2008)
Großprojekt zur Klimaanpassung
Strategien und konkrete Maßnahmen entwickeln, damit Küstenregionen im Nordseeraum die Folgen des Klimawandels meistern können: Das ist das Ziel des von der EU geförderten internationalen Projektclusters „Europas nachhaltige Küstenregionen“, an dem die Universität Oldenburg über das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) maßgeblich beteiligt ist. (Uni-Info Juli 2008)
Linguistisches Neuland
Die gegenwärtige Sprachsituation in Weißrussland ist ein weißer Fleck in der Sprachwissenschaft. Es gibt kaum Bestandsaufnahmen zum aktuellen Sprachverhalten der Bevölkerung. Deshalb sprach die VolkswagenStiftung dem Slavisten Prof. Dr. Gerd Hentschel und dem Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Kittel eine Drittmittelförderung in Höhe von knapp einer halben Million Euro zu. (Uni-Info Juli 2008)
"hot spot" der Biodiversität in Deutschland
Rund 1.500 Pflanzen- und über 8.000 Tierarten, d.h. ein Viertel der Flora und ein Fünftel der Fauna Deutschlands: Diese erstaunliche biologische Vielfalt findet sich auf den Ostfriesischen Inseln, wie ein kürzlich abgeschlossenes Forschungsprojekt des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften ergeben hat. (19. Juni 2008)
Historische Trachten
Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland. Kleidungsverhalten bäuerlicher Schichten und Formen seiner Repräsentation seit Ende des 18. Jahrhunderts“ ist das Thema eines Forschungsprojekts der Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Karen Ellwanger, das vom Land Niedersachsen mit rund 200.000 Euro gefördert wird. (Uni-Info Juni 2008)
„Jüdische Wohlfahrtspflege“ in der Weimarer Zeit
Mit einem eher unbekannten Aspekt der jüdischen Geschichte vor 1933 in Deutschland befasst sich eine Dissertation im Fach Pädagogik. Thema ist die „Jüdische Wohlfahrtspflege in der Weimarer Republik“, Verfasserin die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Verena Hennings.(23. Mai 2008)
DFG-Förderung für „Ultraschnelle Nano-Optik“
Großer Erfolg für die Arbeitsgruppe „Ultraschnelle Nano-Optik“ am Institut für Physik: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das von Prof. Dr. Martin Aeschlimann (TU Kaiserslautern) koordinierte und von dem Oldenburger Physiker Prof. Dr. Christoph Lienau mitinitiierte Schwerpunktprogramm „Ultraschnelle Nano-Optik“ fördern. (15. Mai 2008)
Die Hanse als Lernmodell für die EU
Erstaunliche Parallelen zwischen der mittelalterlichen Hanse und der heutigen EU standen im Mittelpunkt eines inzwischen abgeschlossenen internationalen Forschungsprojekts, an dem der Oldenburger Mediävist Prof. Dr. Rudolf Holbach beteiligt war. (15. April 2008)
Hören wie ein Schwerhöriger
Einen neuartigen Simulator, mit dessen Hilfe sich die Auswirkungen von Hörschädigungen sowie deren Kompensation mittels Hörgerät erleben lassen, haben Hörforscher des Oldenburger Kompetenzzentrums für Hörgeräte-Systemtechnik (HörTech) entwickelt. (18. März 2008)
Die menschliche Sprache aus der Vogelperspektive
Die Evolution des Gesanglernens von Singvögeln, Papageien und Kolibris gibt auch Hinweise auf die Evolution des menschlichen Sprachvermögens – zu diesem Ergebnis kommen die WissenschaftlerInnen um den Oldenburger Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen in einer Studie. (12. März.2008)
IT-Projekte auf der CeBIT 2008
Die Universität Oldenburg und das Informatikinstitut OFFIS waren auf der CeBIT 2008 in Hannover mit vier Projekten vertreten: Vom 4. bis zum 9. März präsentierten Oldenburger WissenschaftlerInnen Software zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten („cerebral“), Informations- und Kommunikationstechnik für die zweite Lebenshälfte (GAL) sowie das Dienstleistungsforschungsprojekt „IMIV“. OFFIS war zudem mit der Forschergruppe „C3World“ vertreten. (25. Februar.2008)
Ökostrom viel billiger als vermutet
Ökostrom kostet nur rund 1 Euro mehr im Monat, aber die Verbraucher überschätzen den Mehrpreis für Ökostrom um das 10- bis 20-fache: Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Rahmen eines Oldenburger Forschungsprojekts "Wenke2" am Institut für Betriebswirtschaftlehre und Wirtschaftspädagogik. (7. Februar 2008)
Vom „gottergebenen“ Leben der Missionarsfrauen in Afrika
Die Ehefrauen christlicher Missionare in Afrika hatten sich den Bestrebungen der Missionsgesellschaften ebenso bedingungslos unterzuordnen wie ihre Ehemänner, allein maßgebend war das Ziel der Verbreitung des Evangeliums. Zu diesem Resümee gelangt die Diplom-Pädagogin Ilse Theil in ihrer Dissertation über das Leben von Missionarsehefrauen der Norddeutschen Mission, die im Fach Interkulturelle Pädagogik abgeschlossen wurde. (6. Februar 2008)
Arbeit mit Schwerstkranken und Sterbenden
Die Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden PatientInnen steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts der Arbeitseinheit Gesundheits- und Klinische Psychologie der Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Palliativzentrum Oldenburg. Das Projekt will einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden leisten und den Menschen helfen, die in ihrer Arbeit täglich mit schwerstkranken Menschen umgehen. (4. Februar 2008)
Das Leben in Darwins Staub
Oldenburger ForscherInnen haben in mehr als 150 Jahre alten Staubproben von Charles Darwin Bakteriensporen entdeckt und wieder Mikroben daraus gezüchtet. Das berichten die WissenschaftlerInnen um PD Dr. Anna Gorbushina (Institut für Chemie und Biologie des Meeres) im Journal „Environmental Microbiology“ (Uni-Info Februar 2008).
