Presse & Kommunikation
2009
Meilenstein für Marine Mikrobiologie
Erstmals erhält die Universität Oldenburg in der Meeresforschung einen Sonderforschungsbereich (SFB). Das gab heute die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt. Im Mittelpunkt des SFB, der in den kommenden vier Jahren mit 8,2 Millionen Euro gefördert wird, stehen Meeresbakterien; der offizielle Titel lautet „Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie der Roseobacter-Gruppe: Aufbruch zu einem systembiologischen Verständnis einer global wichtigen Gruppe mariner Bakterien“.(Pressedienst 18. November 2009)
Künstlicher Glutamatschalter gegen Netzhauterkrankungen des Auges
Bei vielen Augenerkrankungen handelt es sich um nicht therapierbare degenerative Erkrankungen der Netzhaut. Allein ein Implantat könnte helfen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert jetzt die Entwicklung eines solchen Implantat mit insgesamt 1,4 Mio. Euro. Beteiligt an dem Forschungsverbund ist u.a. die Universität Oldenburg mit der Abteilung Neurobiologie des Forschungszentrums Neurosensorik (Prof. Dr. Reto Weiler) und der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung am Institut für Physik (Prof. Dr. Jürgen Parisi).(Pressedienst 6. November 2009)
Ein großer Glücksfall: Cembalo-Konzert von Marianne Martines wieder entdeckt
Es ist ein großer Glücksfall, wenn Kompositionen, die verloren schienen, von MusikwissenschaftlerInnen wieder gefunden werden. So gelang es Prof. Dr. Melanie Unseld, Hochschullehrerin für Kulturgeschichte der Musik an der Universität Oldenburg, kürzlich, ein verschollen geglaubtes Cembalo-Konzert der Wiener Komponistin Marianne Martines aufzuspüren und im Oktober dieses Jahres im Oldenburger Staatstheater zur Aufführung zu bringen. (Uni-Info 8/09)
Geheimnis gelüftet: Vögel "sehen" Magnetfeld der Erde
Millionen von Zugvögeln machen sich Jahr für Jahr auf den Weg in wärmere bzw. kältere Gebiete der Erde. Ihr Navigationssystem funktioniert präzise. Die Orientierung am Magnetfeld der Erde spielt dabei die entscheidende Rolle. Bislang gehörte die Frage, welche sensorischen Mechanismen dies möglich machen, zu den großen Mysterien der Biologie. Manuela Zapka und neun weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe „Neurosensorik – Animal Navigation“ unter Leitung des Oldenburger Biologen und Lichtenberg-Professors Prof. Dr. Henrik Mouritsen konnten dieses Geheimnis nun lüften. (Pressedienst 30. Oktober 2009)
Tango macht sexy
Tango-Tanzen macht nicht nur glücklich, sondern kann sich auch positiv auf menschliche Beziehungen auswirken. Der Grund: Im Körper der Tanzenden nimmt das mit Stress assoziierte Hormon Cortisol ab, und die Körper beider Partner beginnen vermehrt das Sexualhormon Testosteron auszuschütten. Dies belegt eine Studie des Oldenburger Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Gunter Kreutz, die vor wenigen Wochen in der Fachzeitschrift „Music and Medicine“ veröffentlicht wurde. (Pressedienst 9. Oktober 2009)
Emder Bibel von 1562 jetzt im Internet
Die 1562 in Emden erschienene niederländische Deux-Aes-Bibel ist ab Dienstag, 29. September 2009, im Internet abrufbar. Ein Team von 60 ehrenamtlichen Mitwirkenden hat den Text in anderthalbjähriger Arbeit komplett abgetippt. Dies war notwendig, weil die alte Frakturschrift von modernen Textscangeräten nicht erfasst wird. Das Projekt wurde vom Oldenburger Niederlandisten Hans Beelen koordiniert. Pressedienst 23. September 2009)
Mensch und Umwelt: Lebenswelt der Vormoderne
Wie haben die Menschen im 18. und 19. Jahrhundert ihre Umwelt wahrgenommen? Wie sind sie mit den Ressourcen der Natur umgegangen? Seit wann spielen Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt eine Rolle? Um diese Fragen geht es im historischen Forschungsverbundprojekt „Mensch & Umwelt. Pilotprojekt zur Vernetzung von Forschung, museologischer Dokumentation und Didaktik.“ Beteiligt sind die Universitäten Oldenburg und Osnabrück sowie das Niedersächsische Freilichtmuseum – Museumsdorf Cloppenburg. (Pressedienst 18. September 2009)
Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
Ungleichheiten von Bildungschancen können schon mit dem Eintrag des Vornamens eines Kindes ins Standesamtsregister beginnen. Der Grund: Bestimmte Vornamen führen bei vielen LehrerInnen zu Vorannahmen, was die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Kaiser und ihrer Mitarbeiterin Julia Kube von der „Arbeitsstelle für Kinderforschung“. (Pressedienst 16. September 2009)
Neugierde wecken - Forschergeist entfachen
Auf der IdeenExpo 2009, die im September auf dem Messegelände Hannover stattfand, sind auch vier Projekte der Universität Oldenburg zu sehen. Ziel der IdeenExpo ist es, Jugendliche mit Exponaten und Workshops für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und sie bei der Berufsorientierung zu unterstützen. (Pressedienst 2. September 2009)
Ideen für eine energieeffiziente Stadt gesucht
Wer sich schon immer darüber geärgert hat, dass zu viel Energie verschwendet wird, bekommt jetzt die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu machen. Das Projekt „OFFIES 2020+“ sucht Ideen aus den Bereichen Wohnen und Mobilität, um Energie effizienter zu nutzen und Kohlendioxid einzusparen. „OFFIES 2020+“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wettbewerbes „Energieeffiziente Stadt“ gefördert. (Pressedienst 31. August 2009)
Sehen bei Nacht und Tag - Fledermäuse nehmen UV-Licht wahr
Fledermäuse besitzen in ihrer Netzhaut Lichtsinneszellen mit Sehpigmenten für das Tages- und Farbensehen. Die so genannten Zapfen ermöglichen das Tageslicht-Sehen mit erhöhter Empfindlichkeit für ultraviolettes (UV) Licht. Wissenschaftlern vom Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung und der Universität Oldenburg zufolge helfen die Zapfen den Fledermäusen bei der Orientierung.(Pressedienst 7. August 2009)
NS-Forschung "Volksgemeinschaft"
War die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ nur Mythos und erfolgreiche Propagandaformel oder war sie so etwas wie soziale Verheißung, die sich in der Realität widergespiegelte? Um diese Kernfrage geht es in einem Forschungsverbundprojekt in Niedersachsen (VW-Vorab-Förderung). Beteiligt sind die Universitäten Göttingen, Hannover, Oldenburg und Osnabrück. (Uni-Info Juli 2009)
Highlight der Oldenburger Chemie
Neueste Resultate zu titankatalysierten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungsknüpfungen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sven Doye (Universität Oldenburg, Institut für Reine und Angewandte Chemie, Organische Chemie) erfahren im aktuellen Heft (Nr. 27) der „Angewandten Chemie“ in der Rubrik „Highlights“ eine besondere Würdigung. Neben dem „Journal of the American Chemical Society“ gilt die „Angewandte Chemie“ als weltweit bedeutendste Chemiezeitschrift.
Retina-Forschung wird mit 1,8 Millionen weiter gefördert
Die Forschergruppe „Dynamik und Stabilität retinaler Verarbeitung“ erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weitere drei Jahre Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Sprecher der Gruppe, an der neben der Universität Oldenburg auch die Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Max Planck Institute in Frankfurt und Heidelberg beteiligt sind, ist der Oldenburger Biologe und jetzige Rektor des Hansewissenschaftskollegs, Prof. Dr. Reto Weiler. (Pressedienst 22. Juni 2009)
DFG-Sonderforschungsbereich "Das aktive Gehör" verlängert
Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Das aktive Gehör“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren mit weiteren acht Millionen Euro gefördert. An dem Großprojekt unter der Leitung des Oldenburger Biologen Prof. Dr. Georg Klump sind neben der Universität Oldenburg auch die Universität Magdeburg und das Leibniz Institut für Neurobiologie in Magdeburg beteiligt. (Pressedienst 16. Juni 2009)
Sprachdiagnose im Kontext von Mehrsprachigkeit
Prof. Dr. Cornelia Hamann, Hochschullehrerin am Institut für Anglistik/Amerikanistik, ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Verwaltungsausschuss der COST Aktion „Language Impairment in a Multilingual Society: Linguistic Patterns and the Road to Assessment“ gewählt worden. Es geht dabei um Diagnoseverfahren für Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen. (Pressedienst 7. Juli 2009)
Neu entwickelte Aminsynthese: Highlight der Oldenburger Chemie
Neueste Resultate zu titankatalysierten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungsknüpfungen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sven Doye (Institut für Reine und Angewandte Chemie, Organische Chemie) erfahren im aktuellen Heft (Nr. 27) der „Angewandten Chemie“ in der Rubrik „Highlights“ eine besondere Würdigung. Neben dem „Journal of the American Chemical Society“ gilt die „Angewandte Chemie“ als weltweit bedeutendste Chemiezeitschrift. (Pressedienst 7. Juli 2009)
DFG-Forschergruppe Watt zieht Bilanz nach achtjähriger Arbeit
Mit mathematischen Modellen wird es künftig möglich sein, die Gefährdung der befestigten Westkappen vieler ostfriesischer Inseln vorherzusagen. Das erklärte der Direktor des Instituts für Biologie und Chemie des Meeres (ICBM), Prof. Dr. Jürgen Rullkötter, am 20. Mai 2009 im Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) Delmenhorst. Dort wurden bei der Abschlusstagung der DFG-Forschergruppe „BioGeoChemie des Watts“ die wichtigsten Ergebnisse des großen Projekts präsentiert, an dem etwa 100 WissenschaftlerInnen beteiligt waren. (Uni-Info Juni 2009)
Physik: Welche Solarmodule für welches Klima?
Derzeit sind eine Reihe unterschiedlicher Photovoltaik-Anlagen auf dem Markt. Doch welche Anlage passt zu welchem Klima? Wie sind die Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland? Um diese Fragen geht es in einem Forschungsprojekt unter maßgeblicher Beteiligung des Instituts für Physik der Universität Oldenburg, das von der Deutschen Bundesumweltstiftung (Osnabrück) gefördert wird. (Uni-Info Juni 2009)
Kinder lernen von Kindern
Grundschulkinder vermitteln Kindergartenkindern naturwissenschaftliches Wissen und Lernen: Dies ist Thema des Forschungsprojekts „Miteinander die Welt erkunden“ der Arbeitsgruppe Sachunterricht am Institut für Pädagogik. Die Federführung liegt bei Prof. Dr. Astrid Kaiser und Dr. Claudia Schomaker. (Pressedienst 20. Mai 2009)
Musik: Promotion über Black und Death Metal
„Black und Death Metal. Der Sound. Der Markt. Die Szene“ - so der Arbeitstitel der Dissertation von Sarah Chaker, die sie am Institut für Musik bei Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer schreibt. Der UniSPIEGEL fand Chakers Forschung so interessant, dass er sie unter dem Titel „Frau Doktor Death Metal“ auf die Titelseite der Februar-Ausgabe nahm. Und auch sonst zählt die Musikwissenschaftlerin zur absoluten Szene-Expertin. (Uni-Info Mai 2009)
Studierende bewerten Schulpraktika positiv
Schulpraktika sorgen für Klarheit hinsichtlich eigener Stärken und Schwächen, sie tragen zum Erwerb didaktisch-methodischer und reflexiver Kompetenzen bei. Dies ist das Ergebnis einer Evaluation des Moduls „Allgemeines Schulpraktikum im fächerübergreifenden Bachelorstudiengang“ (ASP) am Institut für Pädagogik. (Uni-Info Mai 2009)
HIV/AIDS-Begleitforschung
MigrantInnen aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara („Sub-Sahara“) stehen im Zentrum eines HIV-/AIDS-Präventionsprojekts, das von Privatdozent Dr. Norbert Krischke (Universität Oldenburg, Abteilung Gesundheits- & Klinische Psychologie) und Prof. Dr. Silke Gräser (Universität Bremen) geleitet wird. Es handelt sich um Begleitforschung zum „Afrika-Projekt“ des Bremer Gesundheitsamts. (Uni-Info April 2009)
Sicherheit im Verkehr erhöhen
Im März 2009 startete CESAR – Cost-Efficient Methods and Processes for Safety Relevant Embedded Systems –, ein europäisches Verbundprojekt, das maßgeblich von dem Informatiker Prof. Dr. Werner Damm mitinitiiert wurde. Das Projekt will die Sicherheit im Verkehr durch moderne Entwicklungsmethoden für eingebettete Systeme erhöhen. (Uni-Info April 2009)
Jedem Kind (s)ein Instrument
„Einflüsse von Musikerziehung auf emotionale und kognitive Entwicklungsverläufe bei Grundschulkindern“ ist das Thema eines Forschungsprojekts, das der Oldenburger Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz (Institut für Musik) gemeinsam mit dem Frankfurter Psychologen Prof. Dr. Stephan Bongard leitet. (Uni-Info April 2009)
Zweite Fraunhofer Forschungsgruppe in der "Stadt der Wissenschaft"
In Oldenburg wird eine weitere Fraunhofer Forschungsgruppe etabliert. Das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen richtet in enger Kooperation mit der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung der Universität Oldenburg und dem EWE- Forschungszentrum NEXT ENERGY eine Expertengruppe ein, die sich mit Komponenten- und Systementwicklung von Energiespeichern für Elektroautos befasst. (Pressedienst 10. März 2009)
Oldenburger Wissenschaft auf der CeBIT 2009
Mit neuesten Entwicklungen der Medien- und Wirtschaftsinformatik sowie Lösungen für ein energieeffizientes Rechenzentrum sind die Universität Oldenburg und das Informatikinstitut OFFIS vom 3. bis 8. März auf der CeBIT 2009 vertreten. Die vier Projekte der Oldenburger Informatik werden am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen (Halle 9, Stand B22) präsentiert. (Pressedienst 23. Februar 2009)
Highlight in theoretischer Physik
Große Anerkennung für ein Team von theoretischen Physikern aus Oldenburg (Prof. Dr. Martin Holthaus, Dr. Andre Eckart) und Experimentatoren aus Pisa: Die amerikanische physikalische Gesellschaft (APS) stufte ihre Arbeit über das Bose-Einstein-Kondensat als „Highlight“ ein und berichtete darüber in ihrer Serie „Physics - spotlighting exceptional research“. (Pressedienst 17. Februar 2009)
Ehrenamtliche digitalisieren niederländische Luther-Bibel
Unter maßgeblicher Beteiligung des Oldenburger Niederlandisten Hans Beelen ist die Erstausgabe der niederländischen Lutherbibel aus dem Jahr 1648 für das Internet aufbereitet worden. Der Niederlandist vermutet, dass die frühen Bibelübersetzungen aus dem Deutschen, zu denen auch die Lutherbibel zählt, die niederländische Sprache stark beeinflusst haben. (Pressedienst 17. Februar 2009)
Innovatives dezentrales Energiemanagement
Die Einbindung dezentraler Stromerzeuger wie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder Windkraft und Photovoltaik in das Stromnetz zu verbessern: das ist das Ziel des Forschungsverbunds Energie Niedersachsen (FEN), an dem das Oldenburger Informatikinstitut OFFIS und das Department für Informatik der Universität Oldenburg beteiligt sind. Das Projekt wird mit 2,3 Millionen Euro aus dem „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagen-Stiftung gefördert. (Pressedienst 20. Januar 2009)
Messstation des ICBM als Vorbild
Die Messstation des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) bei Spiekeroog dient als Vorbild für ein „Messnetz Nordsee“, das aus mehreren Messstationen bestehen und zur Verbesserung der Forschungsmöglichkeiten im Nordseeraum beitragen soll. Initiator des „Messnetzes Nordsee“ ist das Institut für Küstenforschung des GKSS Forschungszentrums in Geesthacht. (Pressedienst 15. Januar 2009)
