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08. Juli 2009   315/09  

„Motor der Oldenburger Informatik“
Volker Claus mit der Universitätsmedaille ausgezeichnet

Oldenburg. Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Claus, Professor für Informatik der Universität Stuttgart, ist am vergangenen Freitag in Stuttgart mit der Universitätsmedaille der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Rahmen eines Festkolloquiums statt, das anlässlich des 65. Geburtstags von Claus veranstaltet wurde.
Claus erhält die Auszeichnung für seine maßgebliche Mitwirkung an der Entwicklung der Oldenburger Informatik. Er war nicht nur 1987 Gründungsdekan des universitären Fachbereichs Informatik, sondern auch 1991 Mitgründer und Vorstandsvorsitzender des Informatikinstituts OFFIS bis zu seinem Wechsel nach Stuttgart im Sommer 1992. „Man kann ohne Übertreibung behaupten“, so Prof. Dr. Michael Sonnenschein, Direktor des Department für Informatik der Universität Oldenburg, „dass er in dieser Zeit der Motor der Oldenburger Informatik war.“ Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath, Vizepräsident für Forschung der Universität Oldenburg und OFFIS-Vorstandsmitglied, betonte bei der Übergabe der Auszeichnung in Stuttgart: „Ohne Prof. Claus wäre die Oldenburger Informatik sicher nicht so erfolgreich gestartet, und wir haben seinen Rat auch nach seiner Berufung nach Stuttgart oft in Anspruch nehmen dürfen.“
Claus studierte Chemie, Physik und Mathematik an der Universität des Saarlandes, arbeitete hier als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und promovierte 1970. Im Alter von nur 27 Jahren wurde er bereits auf seine erste Professur an die Universität Dortmund berufen. 1985 nahm er den Ruf auf die Professur für Theoretische Informatik am damaligen Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg an. 1992 wechselte er an die Universität Stuttgart.
Zu Beginn seiner Karriere lag der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit in der Theoretischen Informatik, z.B. zu den Themen Entscheidbarkeit, Formale Sprachen und Graph-Grammatiken. Seine populärsten Veröffentlichungen sind der „Duden Informatik“ und der „Schülerduden Informatik“.
Neben wissenschaftlichen Fragen gilt sein besonderes Engagement auch dem Wissenschaftsmanagement und Fragen der Bildung und Ausbildung. Auf seine Initiative wurde 1980 der Bundeswettbewerb Informatik ins Leben gerufen, den er bis 1991 leitete. Er war aktiv in der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM), der Gesellschaft für Informatik (GI), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie in einer Vielzahl wissenschaftlicher Beiräte und Kuratorien tätig, insbesondere beim Fakultätentag Informatik.
Claus brachte wie kein anderer Informatik in die Schulen. Er war Vordenker und Praktiker bei der Lehreraus- und -weiterbildung. Appelrath betonte, dass dies auch Wirkungen auf die Oldenburger gehabt hätte, wo jüngst mit der Einrichtung einer Professur für „Informatik in der Bildung“ der Einstieg in die Lehrerbildung geebnet wurde: „Die Planungen zur Einrichtung dieser Professur gehen auf das Wirken von Prof. Claus in Oldenburg zurück – und er hat bei der Besetzung der Professur in der Berufungskommission eine wichtige Rolle gespielt.“
Claus wurde für seine Verdienste oftmals ausgezeichnet. So erhielt er 1995 den Landeslehrpreis Baden-Württemberg und wurde 1996 Ehrenmitglied des OFFIS. 2002 wurde er zum Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt und erhielt 2003 die Ehrendoktorwürde der Universität Koblenz-Landau.

Auf dem Foto: Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Claus (rechts) und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath (links) bei der Übergabe der Auszeichnung

ⓘ www.informatik.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath, Tel.: 0441/798-5456, E-Mail: appelrath(Klammeraffe)offis.de
 
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Bild:
   

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Presse & Kommunikation (Stand: 10.09.2018)