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23. September 2009   403/09  

Mythen der Steinzeit
Siegfried Vierzig rekonstruiert kulturelle Weltsicht der Frühzeit

Oldenburg. Die Frühgeschichte der Menschheit ist ein Thema, dem öffentliches Interesse gewiss ist. Immer mehr spektakuläre Funde geben einen Einblick in die Anfänge der Menschheit. Dahinter verborgen aber bleiben Denken, Hoffnungen und Glauben in den Anfängen des Menschseins. Prof. Dr. Siegfried Vierzig, emeritierter Religionspädagoge der Universität Oldenburg und einer der bedeutendsten Reformer des Religionsunterrichts der Nachkriegszeit, setzt hier an. In dem soeben erschienen Buch „Mythen der Steinzeit“ macht er es sich zur Aufgabe, die archäologischen Funde zum Sprechen zu bringen und Rückschlüsse auf Kultur und Mythen der frühen Menschen zu ziehen.
Um die Ergebnisse Archäologie auszuwerten, greift Vierzig auf die historisch-kritischen Methoden der Religionswissenschaften zurück, auf ihre Fragestellungen und Arbeitsmittel. Mit ihnen versucht er Höhlenmalereien, Skulpturen und Reliefs als Bildersprache eines Mythos vom Geheimnis der Welt zu entschlüsseln. Die Symbolik dieser Bilder lässt, Vierzig zufolge, einen Blick auf das religiöse Weltbild der Frühzeit zu. Mensch und Kosmos existierten in einem immerwährenden Zyklus der Lebenserneuerung, in dem der Tod nicht als Ende, sondern als Voraussetzung neuen Lebens galt. In dieser Perspektive erscheinen Vierzig die mythischen Vorstellungen der Steinzeit geprägt von einer „Liebe zum Leben“.
Das Buch ist will einem größeren Leserkreis ein Verständnis der religiös-kultischen Weltbilder der Steinzeit vermitteln. Die beigelegte DVD mit farbigen Abbildungen der im Buch beschriebenen Funde dient dabei als Unterstützung.
Journalisten können Rezensionsexemplare beim BIS Verlag anfordern: Jurkea Morgenstern, Tel.: 0441/798-2261, E-Mail: bisverlag(Klammeraffe)uni-oldenburg.de

ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Siegfried Vierzig, Tel.: 0441/8850907