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07. Juni 2013   227/13  

Crowdfunding: Klima-Brettspiel KEEP COOL beteiligt Öffentlichkeit an Neuauflage

Oldenburg. „KEEP COOL“, das Klima-Brettspiel von Prof. Dr. Klaus Eisenack, Hochschullehrer für Umwelt- und Entwicklungsökonomik an der Universität Oldenburg, macht spielerisch internationalen Klimaschutz erfahrbar. Es vermittelt das wissenschaftliche Thema so fesselnd, dass es umfangreich als Lehrmaterial in Bildungseinrichtungen eingesetzt wird. Die ersten drei Auflagen des Spiels waren binnen kurzer Zeit ausverkauft. Um eine Neuauflage des Spiels zu realisieren, beschreitet Eisenack jetzt neue Wege im Austausch von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Gemeinsam mit Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung initiiert er eine Crowdfunding-Kampagne. Sie hat das Ziel, die interessierte Öffentlichkeit bei der Neuauflage des Brettspiels finanziell einzubinden. Eine Beteiligung ist bis zum 5. September auf der Internetplattform Startnext möglich.

Eisenack hat das Brettspiel KEEP COOL – das er auch in der Lehre an der Universität einsetzt – im Jahre 2003 gemeinsam mit einem Kollegen am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung entwickelt. Schnell wuchs die Fan-Gemeinde des Spiels: In Universitäten, Schulen, Jugend- und Umweltgruppen, aber auch in privaten Spielrunden wird KEEP COOL gespielt. „Der Erfolg von KEEP COOL sowie die durch das Spiel angestoßenen Lern- und Austauschprozesse zeigen deutlich, dass es sich für Wissenschaftler lohnt, neue Kommunikationswege zu beschreiten“, erklärt Eisenack.

Zu diesen neuen Kommunikationsformen zählt der Wissenschaftler die sozialen Netzwerke. Hierzu gehört auch das Crowdfunding – eine Finanzierungsmethode im Internet, die viele Personen an einem Projekt aktiv beteiligt. „Crowdfunding ist eine spannende Option für die Neuauflage von KEEP COOL“, so Eisenack, „denn hierdurch eröffnen sich neue Wege: nicht nur zur Realisierung eines Projekts, sondern auch zum Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit über ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema.“

Viele Projekte rund um KEEP COOL sind bereits durch engagierte Spieler mit angestoßen worden: eine Online-Version, aber auch spannende Lernformen wie simulierte Klimaverhandlungen mit kleinen und großen Gruppen in Universitäten und Schulen. Aus diesen Erfahrungen heraus will Eisenack KEEP COOL als Gemeinschaftsprojekt verstanden wissen. Ein Netzwerk rund um KEEP COOL soll das Spiel sowie neue Varianten und Einsatzmöglichkeiten entwickeln.

Interessierte, die sich an der Crowdfunding-Aktion beteiligen möchten, haben die Gelegenheit unter http://www.startnext.de/keep-cool-das-klimaspiel

Zum Spiel
In einer Partie KEEP COOL stellen drei bis sechs SpielerInnen ab zwölf Jahren Staatengruppen wie Europa, die OPEC oder die Entwicklungsländer dar. Sie können dabei zwischen „schwarzem“ und „grünem“ Wachstum wählen, sich aber auch an unvermeidbare Klimafolgen wie Dürren und Überschwemmungen anpassen. Diese nehmen an Stärke zu, wenn die Welttemperatur steigt. Zudem gilt es, Lobbygruppen wie die Ölindustrie oder Umweltverbände zu berücksichtigen. Es gewinnt die Person, die Klimaschutz und Lobby-Interessen am besten in Einklang bringt. Wenn aber einige zu rücksichtslos vorgehen, verlieren alle.

Auf dem Foto: „KEEP COOL“, des Klima-Brettspiel

ⓘ www.uni-oldenburg.de/envdev/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Eisenack, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Tel.: 0176/64619455, E-Mail klaus.eisenack(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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Bild:
   

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