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05. Juli 2013   289/13   Personalie

Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kaiser in den Ruhestand verabschiedet

Oldenburg. „Astrid Kaiser hat wie kaum jemand in Deutschland das Thema Sachunterricht in den vergangenen beiden Jahrzehnten geprägt.“ Mit diesen Worten würdigte Prof. Dr. Prof. Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Oldenburg, die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Kaiser, die heute feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Insgesamt 8.890 Seiten habe sie in ihrer akademischen Laufbahn publiziert – diese Summe haben Kaisers emeritierter Kollege Prof. Dr. Hilbert Meyer, und ihre ehemalige Schülerin, die Paderborner Wissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Becher, errechnet und in ihrer gemeinsamen Laudatio präsentiert. Im Mittelpunkt des Schaffens der Expertin auf dem Gebiet der Didaktik des Sachunterrichts habe immer die Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit gestanden. Dabei habe sie auch wichtige Impulse zur Verbesserung der Hochschullehre gegeben und den akademischen Nachwuchs mit „Verständnis und Langmut“ betreut.
Kaiser, die 1993 dem Ruf an die Universität Oldenburg folgte, absolvierte ihr Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Hannover und studierte an der Universität Marburg Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie. Ihre Promotion zum Thema „Sozialisation von Lehrerstudenten“ schrieb sie bei dem renommierten Bildungstheoretiker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Klafki. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Lehrerin in Haupt- und Grundschulklassen übernahm sie 1992 eine Vertretungsprofessur für Grundschulpädagogik an der Universität Kassel. An der Universität Oldenburg hat sie das Fach „Sachunterricht/Interdisziplinäre Sachbildung“ aufgebaut und entscheidend geprägt. 1999 wurde sie in den Bildungsrat beim Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen berufen und leitete eine Reihe von Forschungsprojekten zur Grundschule, zum Sachunterricht und zum natur- wie zum sozialwissenschaftlichen Lernen im Elementarbereich. In Oldenburg hat sie unter anderem die Lernwerkstatt Sachunterricht aufgebaut und den niedersächsischen Schulversuch zur Integration einer jungen- und mädchengerechten Schule geleitet. Kaiser veröffentlichte 52 Bücher, zwei Drittel davon Monografien, ein Drittel aufwändige und nachgefragte Lexika und Handbücher. Sie kooperierte mit WissenschaftlerInnen aus Chile, Argentinien, England und Japan. Forschungsaufenthalte führten sie nach Chile, Indonesien, Südostasien und Lateinamerika.

ⓘ www.uni-oldenburg.de/paedagogik/didaktik-des-sachunterrichts
 
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