Presse & Kommunikation

14. November 2013   430/13  

Villa Geistreich: Forschendes Lernen für Schüler

Oldenburg. Intensivworkshops, Archivarbeit, Recherche im Internet, Schreibwerkstätten, Debattieren auf wissenschaftlichem Niveau – das sind nur einige der Angebote, die die Villa Geistreich für SchülerInnen der Region anbietet. An den Start geht das Lehr-Lern-Labor der Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Oldenburg mit drei Workshops zur „Sprache der Bilder“, zur „Historischen Spurensuche“ und zur Rolle von Gesetzen fürs menschliche Zusammenleben. Die von WissenschaftlerInnen und Studierenden konzipierten Angebote sind in der Region auf große Resonanz gestoßen und bereits ausgebucht. Wegen der großen Nachfrage werden im November und Dezember zwei weitere Workshops zum Thema Toleranz und Reformation angeboten.
Das geisteswissenschaftliche Lehr-Lern-Labor ist zentral in einer Villa am Damm 41 untergebracht – gegenüber vom Landesmuseum Natur und Mensch und neben dem Niedersächsischen Staatsarchiv. Die Nähe zu diesen Einrichtungen erlaubt einen schnellen Ortswechsel zur Arbeit mit Originalquellen. Projektpartner sind neben dem Staatsarchiv die Landesbibliothek Oldenburg, die Oldenburgische Landschaft sowie das Kooperationsprojekt Freiheitsraum Reformation.
Die mit modernen Seminarräumen, einem Vortragsraum und einem Internetcafe ausgestattete Villa wird im Rahmen der Projekte „Forschungsbasiertes Lernen im Fokus (FLiF)“ und „Forschungsorientierte Lehre (FoL)“ gefördert. „In der Villa Geistreich können Studierende und SchülerInnen in entspannter Atmosphäre abseits von Universität, Schule und Leistungsdruck den Umgang mit Forschungsliteratur und Quellenmaterial erproben sowie Erkenntnisinteressen und Fragestellungen entwickeln“, so die Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist. Dabei gehe es in erster Linie darum, Neugier für wissenschaftliche Arbeit zu wecken und den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, WissenschaftlerInnen über die Schulter zu blicken, eigene Forschungsstrategien auszuprobieren, Kritik zu üben und Texte auch mal gegen den Strich zu lesen. „Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass Wissenschaft Spaß macht“, betont die Theologin Prof. Dr. Andrea Strübind. Neben den SchülerInnen komme das Projekt auch den Studierenden der Universität zugute: „Das Lehr-Lern-Labor erlaubt, sich im Rahmen ihrer Forschungszusammenhänge mit der Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens von Schülerinnen und Schülern auseinanderzusetzen“, so Strübind. Sie lernen so, Information für die SchülerInnen methodisch und didaktisch aufzubereiten. Die von ihnen angebotenen Hilfestellungen etwa bei Facharbeiten finden Anklang bei Oldenburger Gymnasien.
Im Workshop „Glauben und glauben lassen – Auf historischer Spur religiöser Toleranz“ am Mittwoch, 4. Dezember, 16.00 bis 17.30 Uhr sind noch Plätze frei. Zu Beginn des neuen Schulhalbjahrs im Februar finden die nächsten Workshops statt, die sich an SchülerInnen der Oberstufen von Gymnasien und Gesamtschulen richten. Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen je Angebot beschränkt. Die Teilnahme ist kostenlos und kann von SchülerInnen oder Lehrkräften gebucht werden. Anmeldung per E-Mail: VillaGeistReich(Klammeraffe)uni-oldenburg.de

Auf dem Gruppenfoto (v.l.): Die Leiterinnen des Workshops und Doktorandinnen am Institut für Geschichte, Isabel Schnieder und Annett Priwitzer, sowie die SchülerInnen des elften Jahrgangs des Gymnasiums Eversten: 1. Reihe Anna-Lena Graupner, Sarah Ulrich, Lucien Schmikale, Ann-Kristin Roller, David Lange, Johannes Reif und Lehrerin Isolde Weiland; 2. Reihe: Yves Hofer, Lewin Schmidt (verdeckt), Niklas Duvenhorst und Laurenz Wider (verdeckt).

Foto 2: Villa GeistReich

ⓘ www.uni-oldenburg.de/villa-geistreich/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Dagmar Freist, Institut für Geschichte, Tel.: 0441/798-4640,
E-Mail: dagmar.freist(Klammeraffe)uni-oldenburg.de;
Prof. Dr. Andrea Strübind, Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik, Tel.: 0441/798-2165, E-Mail: andrea.struebind(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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