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22. Dezember 2014   529/14   Personalie

Musikpädagogin Gertrud Meyer-Denkmann verstorben

Oldenburg. Gertrud Meyer-Denkmann, Musikpädagogin und-wissenschaftlerin und erste Ehrendoktorin der Universität Oldenburg, ist am 19. Dezember im Alter von 96 Jahren in Oldenburg verstorben. „Als Musikerin, Komponistin, Malerin, Forscherin, Schriftstellerin und Musikpädagogin hat Gertrud Meyer-Denkmann weltweit großen Einfluss auf die zeitgenössische Musik und ihre Vermittlung ausgeübt“, erklärte Prof. Dr. Lars Oberhaus, Direktor des Instituts für Musik der Universität.
1918 in Oldenburg geboren, studierte Meyer-Denkmann nach ihrem musikpädagogischen Examen Orgel und Klavier bei David Tudor und Eduard Steuermann in New York sowie Komposition bei Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel. Eine besondere Beziehung hatte sie zu John Cage, den sie mehrfach an die Universität Oldenburg einlud. Meyer-Denkmann engagierte sich zeitlebens für die zeitgenössische Musik. Unter anderem war sie seit 1957 bei den „Internationalen Ferienkursen für Neue Musik“ in Darmstadt als Pianistin aktiv. Vor allem aber war sie auch „streitbare Diskutantin und engagierte Vermittlerin“, so Oberhaus. In ihren zahlreichen Veröffentlichungen setzte sie sich mit der Struktur und Praxis neuer Musik im Unterricht auseinander. Ihr Konzept einer „Improvisationsdidaktik“ gilt bis heute als Meilenstein in der Vermittlung zeitgenössischer Musik. Durch ihre vielseitigen Interessen, angesiedelt in und zwischen Musik, Pädagogik, Philosophie, Literatur und Kunst hat Gertrud Meyer-Denkmann Spuren in unterschiedlichen Disziplinen hinterlassen.
Ausdruck ihrer weltweiten Anerkennung sind auch die musikpädagogischen Kurse, die sie in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, in Schweden, Griechenland, England, Portugal und Indien hielt. Lehraufträge an Musikhochschulen und Universitäten nahm sie in Düsseldorf, Köln, Oldenburg und Bremen wahr.
1988 wurde Meyer-Denkmann als erster Frau von einem Fachbereich der Universität Oldenburg die Ehrendoktorwürde verliehen. „Mit ihrer Person geht eine einmalige und starke Persönlichkeit, deren Wirken für die zeitgenössische Musik noch lange nachhallen wird“, sagte Oberhaus.

ⓘ www.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Lars Oberhaus, Institut für Musik, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2027, E-Mail: lars.oberhaus(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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Presse & Kommunikation (Stand: 10.09.2018)