Navigation

Skiplinks


Erfolgreiche Absolventen


"Die Oldenburger Informatik ist Weltklasse"

Roland Radke arbeitet in der Microsoft-Zentrale

Wer schon einmal mit Microsoft Office 2007 gearbeitet hat, ist mit der Arbeit von Roland Radtke vertraut, ohne ihn zwangsläufig zu kennen. Im äußersten Nordwesten der USA entwickelt der heute 34-jährige Informatiker, der 1998 sein Diplom an der Universität Oldenburg machte, Benutzerführung und Bedienelemente der bekanntesten Textverarbeitung der Welt.

1992 begann Roland Radtke sein Studium der Informatik und Mathematik. Die Entscheidung für die Universität Oldenburg fiel dabei nicht ganz freiwillig, sondern war eher dem Umstand geschuldet, dass eine zu große Entfernung zur damaligen Freundin vermieden werden sollte. „Kein gutes Auswahlkriterium“, wie Radtke heute feststellt. „Aber für mich stellte sich die Wahl trotzdem als Glücksfall heraus.

Oldenburg ist nicht nur eine angenehme Stadt, die Studieninhalte- und strukturen in der Informatik sind ebenfalls Weltklasse.“ Das möge etwas hochgestochen klingen, sei aber ernst gemeint. Radtke: „Ich habe in den letzten Jahren Vergleiche mit Absolventen renommierter Universitäten in den USA ziehen können, und bin zu der Einschätzung gekommen, dass unser Studium in Oldenburg deutlich umfassender und tiefgreifender war.“

Da während des Studiums keine Zeit für Auslandsaufenthalte blieb, entschied sich Radtke, danach eine Zeit in den USA zu verbringen. Er schrieb E-Mail-Bewerbungen an eine Reihe von großen Firmen, und bereits einen Tag später meldete sich eine Personalvermittlerin, die ein Telefoninterview mit ihm vereinbarte. Es folgten in rascher Folge Vorstellungsgespräche in verschiedenen europäischen Ländern und dann ein abschließendes Interview in der Firmenzentrale in den USA. Nach kurzer Zeit stand fest, dass Roland Radtke in Zukunft als Software Design Engineer bei Microsoft arbeiten würde.

Irgendwann möchte er gerne wieder nach Deutschland zurückkommen. Mit der Familie und Freunden nur über E-Mail und Telefon in Beziehung zu stehen, kann den direkten Kontakt kaum ersetzen. Momentan ist er aber noch glücklich in der Nähe von Seattle. Im Laufe der Jahre hat er festgestellt, dass er sich im Studium in Oldenburg etliche Dinge erarbeitet hat, die selbst heute noch im Alltag nützlich sein können. „Was an meinem Studium wirklich bemerkenswert war, waren die vielen Möglichkeiten für exploratives Lernen und die großen Freiheiten, die mir geboten wurden. Ich hätte mir allerdings mehr Praktika und Programmierkurse gewünscht. Heute spielen in meiner täglichen Arbeit aber nicht nur das solide Handwerkszeug (Programmierung und Datenstrukturen), sondern auch die Theorie (Verteilte Systeme) und fortgeschrittenen Subjekte (User Interface Development) eine große Rolle – und dafür bin ich in Oldenburg hervorragend ausgebildet worden.“

Aus eigener Erfahrung weiß Radtke, dass Absolventen keine Scheu vor großen Herausforderungen haben sollten: „Wer konsequent seinen Horizont erweitert, und auch über Europa und Amerika hinaus nach Praktikums- oder Arbeitsplätzen sucht, der wird auch seinen Weg machen.“

Presse & Kommunikation (Stand: 10.09.2018)