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Inhalt 2/2010

Personalien

Im Ruhestand

Als Prof. Dr. Volker Haeseler nach Oldenburg kam, gab es die Universität noch nicht. In der Gründungsphase hat er in zahlreichen Gremien mitgewirkt, worüber er noch heute sehr unterhaltsam berichten kann. Von 1992 bis 1994 war er Dekan des Fachbereichs Biologie. In Forschung und Lehre vertrat er das Fach Zoologie mit den Schwerpunkten Terrestrische Ökologie und Entomologie. Von seinen zahlreichen Exkursionen mit Studenten ist insbesondere die nach Sardinien legendär. Den Studiengang Landschaftsökologie hat er maßgeblich mitkonzipiert. Im Zentrum seiner Forschungen stand – vor dem Hintergrund von Fragen wie den Auswirkungen des Klimawandels und der Inselbiogeographie – die Insektenfauna vor allem der Nordseeinseln. Sie wurde zur Aufdeckung möglicher Veränderungen der Artenspektren mittels Langzeituntersuchungen analysiert. Zudem befasste sich Haeseler mit Verhaltensuntersuchungen an Wespen und Bienen. Er engagiert sich bis heute für den Schutz der europäischen Küstendünen und ist seit 1976 Mitherausgeber der Zeitschrift DROSERA.
Horst-Kurt Schminke/Oliver-David Finch

Gustavo Beccera-Schmidt †

Prof. Gustavo Becerra-Schmidt, Komponist des „Carl-von-Ossietzky-Oratoriums“, das 1985 an der Universität uraufgeführt wurde, ist am 3. Januar im Alter von 84 Jahren in Oldenburg verstorben. Becerra-Schmidt, der von 1974 bis 1999 Komposition, Analyse und Musiktheorie an der Universität unterrichtete, gehörte zu den bedeutendsten und populärsten Komponisten Lateinamerikas. Er studierte am Conservatorio Nacional de Música der Universidad de Chile Komposition, Klavier, Geige, Chor- und Instrumentales Dirigieren. Dort übernahm er 1946 seine erste Professur für Musikanalyse. 1971 wurde er von der Regierung Salvador Allendes zum Kultur- und Presseattaché der chilenischen Botschaft in der Bundesrepublik ernannt. Nach dem Pinochet-Putsch 1973 wurde der Komponist aus dem diplomatischen Dienst und aus der Universidad de Chile entlassen und beantragte politisches Asyl in Deutschland. Seit 1974 lebte Becerra-Schmidt in Oldenburg. Sein Oeuvre umfasst Kammermusik, sinfonische Werke und Filmmusik. Er komponierte das Oratorium „Macchu Picchu“ nach Texten des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda sowie „Überwindung“, ein Auftragswerk der Stadt Oldenburg zur „Woche der Brüderlichkeit“ 1995. „Gustavo Becerra-Schmidt war ein Komponist, der mit seinen musikalischen Visionen immer um Verständlichkeit in der Musik bemüht war“, sagte Prof. Dr. Freia Hoffmann, Direktorin des Instituts für Musik. Seine Werke, seine Arbeit und seine Menschlichkeit würden an der Universität immer in Erinnerung bleiben.

Nicola Mittelsten Scheid †

Nicola Mittelsten Scheid war von 2005 bis 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin bei Prof. Dr. Corinna Hößle und Set-Leiterin des Projekts Biologie im Kontext. Sie war eine liebenswerte, viel versprechende, junge Nachwuchswissenschaftlerin, die auch international sehr aktiv im Forschungsbereich Bewertungskompetenz im Biologieunterricht tätig war. Nach ihrer sehr erfolgreich abgeschlossenen Promotion im Mai 2008 erhielt sie ein Stipendium in Kanada und war seit dem 1.10.2009 in der Biologiedidaktik Kassel als Post-Doktorandin tätig. Nicola Mittelsten Scheid kam am 2. Januar in Köln bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Die Biologiedidaktik Oldenburg erinnert sich an eine fröhliche, zuverlässige und ehrgeizige junge Kollegin, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde und eine große Lücke in der Biologiedidaktik in Deutschland hinterlassen wird.
Corinna Hößle/Katja Reitschert

Personalien

Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, bislang Hochschullehrer für Erziehungshilfe an der Universität Köln, hat den Ruf auf die Professur „Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens“ angenommen. Hillenbrand studierte in Hannover, Würzburg und Basel (Schweiz) Sonderpädagogik und war als Sonderschullehrer tätig. 1993 promovierte er zum Thema „Reformpädagogik und Heilpädagogik“ an der Universität Würzburg. Seine weiteren Lehr- und Forschungstätigkeiten führten ihn nach München, Leipzig, Bielefeld und Köln. In Oldenburg vertrat er 1999/2000 die Professur für „Verhaltensgestörtenpädagogik“. Zu Hillenbrands Forschungsschwerpunkten gehören die Lernbehindertenpädagogik, Erziehungshilfe und Allgemeine Heilpädagogik, insbesondere die Prävention problematischer Erziehungs- und Unterrichtssituationen. Er ist Mitglied im Bundesvorstand des Verbands Sonderpädagogik (VDS) und sonderpädagogisches Mitglied im beratenden Gesprächskreis „Bildungsforschung – Administration des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen“.
PD Dr. Rita Schlusemann, zuvor an der FU Berlin tätig, lehrt und forscht zurzeit als Heisenberg-Stipendiatin am Institut für Germanistik. Schlusemann, die sich 2007 an der Universität Münster habilitierte, ist Niederlandistin mit mediävistischem Schwerpunkt. Sie hat sich intensiv mit der germanistischen Mediävistik, der Buchwissenschaft und Handschriftenkunde beschäftigt. Gefördert durch ein Heisenberg-Stipendium und eine Sachbeihilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft verfolgt sie in Oldenburg drei große Forschungsprojekte. In enger Kooperation mit Prof. Dr. Uwe Meves sollen insbesondere die Edition und Kommentierung des Briefwechsels Jacob und Wilhelm Grimms mit zeitgenössischen Niederländern und Belgiern vorangetrieben, die deutsch-niederländischen Sprach- und Kulturbeziehungen bis 1600 sowie Sprache und Gewalt in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen literarischen Texten untersucht werden.
Prof. Dr. Daniel Grieser, Hochschullehrer für Mathematik mit dem Schwerpunkt Analysis, hat im Wintersemester eine Gastprofessur am Mathematics Department der Stanford Universität (Kalifornien/USA) wahrgenommen. Grieser arbeitete dort gemeinsam mit anderen MathematikerInnen an der Entwicklung einer Theorie zur singulären Analysis. Diese ist bedeutsam für die Untersuchung einer Vielzahl mathematischer Probleme in naturwissenschaftlichen, geometrischen und zahlentheoretischen Kontexten. Grieser ist seit 2005 Hochschullehrer in Oldenburg. Er habilitierte sich 2001 in Berlin und erhielt anschließend ein Heisenberg-Stipendium. Von 1988 bis 1996 lehrte und forschte er an verschiedenen Universitäten in den USA.
Prof. Dr. Matthias Schierz, Hochschullehrer für Sportpädagogik und -didaktik, ist neuer Direktor des Instituts für Sportwissenschaften. Er ist Nachfolger von Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, der zu seinem Stellvertreter gewählt wurde. Schierz studierte Politologie, Erziehungswissenschaften und Sportwissenschaften in Hamburg, wo er 1985 promovierte. Nach einer Vertretungsprofessur an der PH Flensburg wurde er Assistent am Institut für Ästhetische Bildung der Universität Hamburg. Hier habilitierte er sich 1996. Bevor er 2003 nach Oldenburg kam, war er Professor für Sportpädagogik und Sportdidaktik an der Universität Jena.
Dr. Dietrich Boles, Wissenschaftler am Department für Informatik, hat beim „CodePoint 2009 – The Second Greenfoot Coding Contest“ den 1. Preis in der Kategorie „General“ („Spiele für alle Alterstufen“) gewonnen. CodePoint ist ein internationaler Programmierwettbewerb, bei dem Computerspiele oder -simulationen mit der Entwicklungsumgebung Greenfoot entwickelt werden müssen. Thema des Jahres 2009 war „Die Umwelt, Umweltschutz und globale Erwärmung“. Boles entwickelte das Spiel „Waste“, bei dem es um korrekte Mülltrennung geht.
Dr. Britta A. Mester, Habilitandin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, ist seit Anfang des Jahres Mitherausgeberin der Zeitschrift „Datenschutz und Datensicherheit“ (DuD). Gemeinsam mit Prof. Dr. Benedikt Buchner (Universität Bremen) verantwortet sie in der „Fachzeitschrift für Recht und Sicherheit in Informationsverarbeitung und Kommunikation“ des Gabler Verlags die Sparte „Recht“. Mester war an der Universität Oldenburg mehrere Jahre lang nebenamtlich als Datenschutzbeauftragte tätig.
PD Dr. Joseph Rieforth, Psychologe und Leiter der Abteilung für Psycho-Soziale Weiterbildungen und Kontaktstudien sowie der Ausbildungsstätten für Psychotherapie, ist für weitere zwei Jahre als Mitglied der Sachverständigenkommission für Psychologische Psychotherapie beim Institut für Medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) bestätigt worden. Das IMPP erstellt die schriftlichen Prüfungsfragen der Abschlussprüfungen für die Ausbildungsgänge nach dem Psychotherapeutengesetz zur Erlangung der Approbation.

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Presse & Kommunikation (Stand: 10.09.2018)