Presse & Kommunikation

Inhalt 2/2012

Arbeitsplatz Universität

Gefahren früh erkennen

Betrachtet Arbeitsprozesse ganzheitlich: Robert Hentschke Foto Tobias Kolb

Robert Hentschke ist ein zupackender Typ. Mit festem Händedruck bittet der kommissarische Leiter der Stabsstelle Arbeitssicherheit in sein Büro. Hentschke zieht das Sozialgesetzbuch VII aus dem Regal und erklärt: „Ziel unserer Arbeit ist die Förderung und die Sicherheit der Gesundheit aller Beschäftigten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg“. Hentschke braucht nicht viele Sätze, um den Auftrag der Stabsstelle zusammenzufassen, dabei sind die Aufgaben vielfältig: Ob es um die barrierefreien Einrichtungen der Uni geht oder um neue Steckdosen an der Decke der Aula, die Stolperfallen in Form von Kabelsträngen verhindern. Im Uni-Alltag beschäftigt sich Hentschke oft mit Anfragen von MitarbeiterInnen vor Ort und macht Begehungen, zum Beispiel, wenn es um die Optimierung des Arbeitsplatzes geht. „Oft kann ein höhenverstellbarer Schreibtisch Erkrankungen vorbeugen. Hinzu kommt, dass solch ein Tisch bei einer Neuanschaffung nur unwesentlich teurer ist als ein normaler. Ausfalltage kosten viel mehr“, gibt Hentschke zu bedenken, dem der kommunikative Teil seiner Arbeit besonders gefällt. „Zu 80 Prozent können wir Dinge mit Worten regeln − indem wir uns zusammensetzen, diskutieren und gemeinsam nach praktischen Lösungen suchen“, sagt Hentschke.

Wie aber erkennt man Gefahren am Arbeitsplatz? Wenn man sich die Frage stelle: „Würdest du dein eigenes Kind hier arbeiten lassen?“, dann sei schnell klar, ob eine Gefährdung vorliege oder nicht, erklärt der gelernte Molkerei-Ingenieur. Um eine Gefährdung zu beurteilen, sei es nötig, die Arbeitsprozesse ganzheitlich zu betrachten, egal ob im Büro, in Werkstätten oder im Labor. Nur so könne man Arbeitsabläufe verstehen und schließlich sicherer gestalten. Gibt es Veränderungen in Gebäuden, so arbeitet das Dezernat 4 oft eng mit dem Team der Arbeitssicherheit zusammen. Aber auch mit dem Betriebsarzt, Personalrat und den anderen Dezernaten pflegt Hentschke einen regen Austausch.

Besonders am Herzen liegen ihm und seinem Team die Ausbildung und Ausstattung von Ersthelfern. „Wir organisieren die Ersthelferausbildung, beantragen die Schulungen und sorgen auch ganz praktisch dafür, dass die Verbandskästen immer vollständig sind“, betont Hentschke. Vorausschauendes Denken und ein Blick fürs Detail gehören zum alltäglichen Handwerkszeug von Hentschke, der immer ein offenes Ohr für alle Fragen der Beschäftigten hat. Denn die Devise der Stabsstelle Arbeitssicherheit lautet: „Die Gefahren erkennen, bevor sie entstehen.“ (fk)