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3. Januar 1996   2/96

Freude bei OFFIS: Das Informatikinstitut wird Eigentümer

Oldenburg. In den letzten Tagen des Jahres 1995 liefen noch einmal die Drähte heiß zwischen Bonn, Hannover und Oldenburg. Nun ist das Ziel erreicht: der Kauf des OFFIS-Gebäudes in Oldenburg ist unter Dach und Fach. Am 29. Dezember konnte das Oldenburger Informatikinstitut OFFIS den Bewilligungsbescheid des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Empfang nehmen. "Dies war einerseits seit Jahren in Aussicht gestellt und damit auch von uns erwartet worden, andererseits ist es aber doch eine tolle Überraschung zum Jahreswechsel" - so beschrieb Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath, Vorstandsvorsitzender von OFFIS, die Stimmung angesichts des nun möglichen Kaufs des Gebäudes auf dem alten Fleiwa-Gelände. OFFIS hatte im Sommer das einschließlich technischer Infrastruktur und Ersteinrichtungen fast 17 Mio. DM teure Gebäude mit insgesamt 4.800 qm Bürofläche zunächst als Mieter bezogen. Das Land Niedersachsen konnte jetzt die Vorfinanzierung für das Institutsgebäude übernehmen, nachdem der Bund mit einer sogenannten Unbedenklichkeitserklärung unmittelbar vor Weihnachten den Weg für den Kauf freigemacht hatte. Damit beteiligt sich der Bund zur Hälfte an den Kosten des Gebäudes.

Landtagspräsident Horst Milde hatte als Mitglied des OFFIS-Verwaltunsgsrates schon mehrfach in den vergangenen Jahren in Sachen OFFIS-Gebäude vermitteln können, so auch diesmal bei der Unbedenklichkeitserklärung. "Aber das hätte alles nichts genutzt", so Milde, "wenn das Geld für den Kauf aus dem normalen Landeshaushalt hätte genommen werden müssen. Denn dies wäre bei der kritischen Haushaltslage nicht möglich gewesen. Entscheidend war die seit 1993 vorliegende Zusage der VW-Stiftung, den erforderlichen Betrag aus Mitteln des niedersäschsischen Vorabs der VW-Stiftung zur Verfügung zu stellen und damit den Landeshaushalt zu schonen."

Für Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Daxner ist der Gebäudekauf ein weiterer Meilenstein in dem Bemühen, im universitären Umfeld auch bauliche und logistische Voraussetzungen für die Ansiedlung hochschulnaher Institute und mit ihnen kooperierender Unternehmen zu schaffen. "Ein weiterer Schritt wird die Etablierung eines Technologiezentrums am Uni-Standort Wechloy sein, für das schon konkrete Planungen von Interessenten und Investoren vorliegen", führte Daxner aus.

Der Nordhorner Investor Fritz Schöbel zeigte sich ebenfalls erleichtert über den Kauf des von ihm errichteten Gebäudes, weil er selbst nie eine Mietlösung angestrebt, sondern maßgeschneidert für die Institutsbedürfnisse gebaut hatte. Schöbel: "Die Gebäudeübernahme durch OFFIS wird sicher auch ein positives Signal für weitere Interessenten sein, die sich neben OFFIS auf dem Gelände des Dienstleistungs- und Forschungszentrums in unmittelbarer Nähe der alten Fleiwa niederlassen wollen."

(Stand: 09.06.2021)