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Wilfried Belschner

 

30. September 1997   257/97

"Für eine bürgernahe Gesundheitsversorgung"

Oldenburg.Unter dem Thema "Für eine bürgernahe Orientierung der gesundheitlichen Versorgung" fand heute, 30. September, in den naturwissenschaftlichen Gebäuden der Universität Oldenburg in Wechloy eine Fachtagung zu "Public Health" in Form eines "Marktes der Möglichkeiten" statt. Ziel der Tagung war der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, wozu die Form des "Marktes der Möglichkeiten" zahlreiche Gelegenheiten bot. Über 40 ReferentInnen aus Groningen, Oldenburg und Bremen hielten vor über 120 TeilnehmerInnen aus ca. 100 verschiedenen Institutionen der Gesundheitsvorsorge im Bereich der Neuen Hanse Interregio Vorträge. Die Tagung war die erste ihrer Art im Norddeutschen Raum. Public Health untersucht als Wissenschaft die gesellschaftlichen, nicht-individuellen Aspekte von Gesundheit.

Mit der Tagung, die in Oldenburg von der Arbeitseinheit "Psychologie im Gesundheitswesen" des Fachbereichs 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft organisiert wurde, wird die Bildung eines dauerhaften Forums für Public Health im Rahmen der Neuen Hanse Interregio angestrebt. Nach etwa drei Monaten soll durch eine Umfrage unter den TeilnehmerInnen geklärt werden, ob die Tagung wie erhofft zu dauerhaften Kooperationen geführt hat.

Die auf der Tagung sichtbar gewordene Vielzahl innovativer und kreativer Ansätze zur notwendigen Neuorientierung im "chronisch kranken" Gesundheitswesen zeige den praktischen Nutzen anwendungsorientierter Forschung, sagte der Leiter der Arbeitseinheit Psychologie im Gesundheitswesen und Mitorganisator der Tagung, Prof. Dr. Wilfried Belschner, auf einer Pressekonferenz. Ziel der Tagung sei auch gewesen, die Möglichkeiten grenzüberschreitenden Lernens zu verdeutlichen und damit die Idee der Neuen Hanse Interregio mit Leben zu füllen.

Dr. Matthias Gruhl, Leiter der Abteilung Gesundheitswesen beim Bremer Senator für Frauen, Gesundheit, Jugend, Soziales und Umweltschutz, betonte, daß die Niederlande und Deutschland im Gesundheitswesen viel voneinander lernen könnten. Begrenzte finanzielle Mittel erforderten auch neue Organisationsmodelle im Gesundheitswesen. In den Niederlanden gebe es z.B. ein Finanzierungsmodell, in dem chronisch Kranken von den Kostenträgern ein Budget zur Verfügung gestellt wird, das diese in eigener Verantwortung für ihre gesundheitliche Versorgung verwenden können.

Kontakt: Prof. Dr. Wilfried Belschner, Tel.: 0441/9706-131, Arbeitseinheit Psychologie im Gesundheitswesen, Fachbereich 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft, e-mail:

(Stand: 20.04.2022)