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17. Februar 1998   52/98

Gesprächskreis Schule-Universität: Kooperation wird erweitert

Oldenburg. Am Freitag, den 20. Februar 1998, feiert die LehrerInnenausbildung an der Universität Oldenburg ein denkwürdiges Jubiläum: Der Gesprächskreis Schule - Universität (GSU) tritt zu seiner 100. Sitzung zusammen. Er hat viel dazu beigetragen, daß die Oldenburger LehrerInnenausbildung den Bezug zur Praxis nicht verliert - und damit eins der Markenzeichen der jungen Universität geprägt, das sie weit über Niedersachsen hinaus bekannt gemacht hat.

Der Gesprächskreis besteht seit 1972. Sein Aufbau stand im direkten Zusammenhang mit dem Modellversuch der Einphasigen Lehrerausbildung (ELAB). Obwohl die Landesregierung 1980 das Auslaufen des Reformmodells verfügte, wurde der Gesprächskreis fortgeführt. Denn die Abstimmung zwischen Schulentwicklung und LehrerInnenbildung ist auch unter den Bedingungen der Zweiphasigen Lehrerausbildung ein zentrales Problem. Im paritätisch besetzten GSU waren von Anfang an die Schulbehörden, die Schulen und die Seminare des Vorbereitungsdienstes auf der einen sowie die Fachbereiche der Universität auf der anderen Seite vertreten.

Zur 100. Sitzung werden auch zahlreiche ehemalige Mitglieder der GSU und Gäste aus anderen Hochschulen und den zuständigen Ministerien erwartet. In dieser Sitzung sollen nicht nur die Jahre 1972 bis 1997 bilanziert, sondern auch neue Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit in der Region entwickelt werden. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wird von Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Daxner und Regierungsvizepräsident Dieter Boll eine neue Vereinbarung zur Durchführung schulpraktischer Studien unterzeichnet. Ziel ist nicht nur eine stärkere Praxisorientierung in der LehrerInnenbildung, sondern zugleich eine Intensivierung der Schul- und Unterrichtsforschung, der Kooperation zwischen den Ausbildungsphasen und der Fort- und Weiterbildung.

Untrennbar verknüpft ist der Gesprächskreis mit der Einbeziehung von LehrerInnen in den Studienbetrieb an der Hochschule (früher "KontaktlehrerInnen", heute "Mitwirkende LehrerInnen"), mit der Pädagogischen Woche, dem Aufbau der Arbeitsstelle Schulreform (AS) und des Oldenburger Fortbildungszentrums (OFZ) im Zentrum für pädagogische Berufspraxis der Universität. Auch vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, daß die Arbeit des Gesprächskreises überregional viel Beachtung findet. Das über Jahre gewachsene "Betriebsklima" im GSU soll in den kommenden Jahren auch zum Aufbau des Didaktischen Zentrums (DIZ) an der Universität Oldenburg und zur Entwicklung neuer Studien-, Lehr- und Forschungsschwerpunkte in der LehrerInnenbildung beitragen.

Anläßlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist Gelegenheit für einen Fototermin mit anschließender Gesprächsmöglichkeit am Freitag, 20. Februar 1988, 10.00 Uhr, Bibliothekssaal (Uhlhornsweg). Zur Verfügung stehen werden u.a. Prof. Dr. Jürgen Heumann (Leiter der Gemeinsamen Kommission für Lehrerausbildung der Universität) sowie Karl-Heinz Uflerbäumer (Leitender Regierungsschuldirektor und Koordinator für die Zusammenarbeit mit den Hochschulen). Kontakt: Detlef Spindler, Zentrum für pädagogische Berufspraxis (ZpB), Tel. 0441/798-3035 oder -3038, Fax -4900.

(Stand: 09.06.2021)