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Michael Golba

 

10. März 1998   70/98

Absolventen des Studiengangs "Renewable Energy" erfolgreich im Beruf

Oldenburg. Über 80 % der AbsolventInnen des Postgraduiertenprogramms Renewable Energy an der Universität Oldenburg schätzen die Kontakte zur Universität als wichtig oder sehr wichtig für ihre weitere berufliche Karriere ein. Das ergab eine umfassende Befragung, in der der Fachbereich Physik mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die Karriereverläufe der Ehemaligen erkundet hat.

In dem Programm werden seit über zehn Jahren Graduierte im Bereich der erneuerbaren Energien ausgebildet. Mittlerweile haben 130 TeilnehmerInnen aus mehr als 40 Ländern vorwiegend aus der Dritten Welt den einjährigen englischsprachigen Aufbaustudiengang erfolgreich abgeschlossen.

Die Befragung stieß mit einer Rücklaufquote von 88 % bei den Ehemaligen auf große Resonanz. Mehr als 48 % der ausländischen AbsolventInnen haben sich nach ihrem Abschluß für ein weiterführendes Studium entschieden. Von ihnen haben mittlerweile 10 % dieses Studium erfolgreich abgeschlossen, 21 % studieren noch. Mehr als 75 % von ihnen streben eine Promotion an. Vorwiegend wegen weiterführender Studien leben 35 % der ausländischen Ehemaligen momentan nicht in ihren Herkunftsländern.

Die ausländischen Ehemaligen sind nach der Postgraduiertenausbildung überwiegend vollzeitbeschäftigt, Teilzeitarbeit spielt kaum eine Rolle. Nach Abschluß ihrer Qualifikation in Oldenburg kehrten 63 % der ausländischen Ehemaligen an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Von ihnen hat ca. ein Drittel den Arbeitsplatz auch danach nicht gewechselt. Ehemalige, die nach ihrem Studium in Oldenburg eine neue berufliche Tätigkeit suchten, hatten damit kaum Schwierigkeiten. Im Durchschnitt brauchten die ausländischen Ehemaligen weniger als drei, die deutschen vier Monate, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Für die deutschen Ehemaligen ist die Oldenburger Qualifikation durchweg eine Zäsur in ihrer Karriere: Keiner von ihnen kehrte an seinen vorherigen Arbeitsplatz zurück.

Die meisten ausländischen AbsolventInnen (68 %) waren sowohl vor als auch nach ihrem Studium in Oldenburg an Universitäten oder in Ministerien bzw. der Verwaltung tätig. 42 % zählen sich zum Top- oder mittleren Management. Mehr als die Hälfte ist verantwortlich für mehrere MitarbeiterInnen. Frauen sind im Programm mit weniger als 20 % deutlich unterrepräsentiert. Häufiger als ihre männlichen Kollegen haben sie bereits ein weiteres Studium abgeschlossen. Für Frauen stellt diese Ausbildung eher als für Männer einen Einschnitt im weiteren Verlauf ihrer Berufskarriere dar: Sie kehren seltener an ihre alten Arbeitsplätze zurück und bemühen sich öfter als ihre männlichen Kollegen um ein weiterführendes Studium.

Die Einschätzung des Oldenburger Programms für die weitere berufliche Karriere fiel in den meisten Aspekten positiv aus. 85 % aller Nennungen entfielen auf die Kategorien "sehr wichtig" oder "wichtig". Innerhalb der einzelnen Programmpunkte kommt dem externen Practical Training, einem sechs- bis achtwöchigen Praktikum außerhalb des eigenen Heimatlandes, eine herausragende Rolle zu: 60 % der ausländischen Ehemaligen bewerteten diesen Programmpunkt mit "sehr gut".

Kontakt: Michael Golba, Postgraduiertenprogramm Renewable Energy, Tel.: 0441/798-3544, Fax: 0441/798-3326, e-mail: .

(Stand: 20.04.2022)