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8. April 1998   103/98

Grenzen im Kopf überwinden

Oldenburg. Am 16. und 17. April führen die Historischen Seminare der Ryksuniversiteit te Groningen und der Universität Oldenburg ein gemeinsames Kolloquium in Oldenburg durch. Ziel ist es, die Kooperation für den Bereich der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu verstärken.

Das zweitägige Kolloquium befaßt sich mit Beziehungen, Begegnungen und Konflikten im weiten Raum von Nordwest-Europa bis zur Ostseeküste. Diese unterschiedlichen Regionen sind und waren ungeachtet aller Unterschiede auf vielfältige Weise miteinander verflochten. In der Veranstaltung sollen durch niederländische und deutsche HistorikerInnen sowohl personelle, soziale, wirtschaftliche als auch religiös-kulturelle Austauschvorgänge in der Vergangenheit betrachtet werden, wobei dem Aspekt der Kommunikation und ihrer Wege besonderer Stellenwert eingeräumt wird.

Die Untersuchung dieser Fragestellungen soll einen Beitrag dazu zu leisten, sowohl einen Teil der vielfältigen Verflechtungen als auch Unterschiede in den Verhältnissen sowie von historischen Identitäten in einem Europa der Regionen besser zu begreifen. Dadurch soll das Kolloquium wie die weitere geplante Zusammenarbeit nicht zuletzt auch Grenzen im Kopf überwinden helfen, ohne daß Andersartigkeit verkannt und Individualität aufgegeben wird.

Das Spektrum der Themen spannt sich von sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit der Migration einzelner Bevölkerungsteile (Niederlassung von Holländern im Osten), von Zuständen und Veränderungen in Handel und Gewerbe über die Geschichte von Orden und religiösen Bewegungen (Wiedertäufer) bis zur Mentalitäts-, Bildungs- und Geistesgeschichte (Reformationspredigten, Alphabetisierung, Rousseau-Rezeption).

Kontakt: Dr. Gudrun Gleba, Historisches Seminar, Tel.: 0441/798-2395, Fax: 0441/798-3021

(Stand: 20.04.2022)