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11. Mai 1999   132/99

Komponist Heiner Goebbels in der Universität

Oldenburg. Im Rahmen des Komponisten-Colloquiums "Sichtbare Musik" stellt am Freitag, 14. Mai 1999, 18.00 Uhr, im Kammermusiksaal der Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße) der Frankfurter Komponist Heiner Goebbels eigene Kompositionen vor. Unter dem Motto des Abends "Zur Unabhängigkeit der Mittel" werden Hörstücke, Szenische Konzerte und Musiktheater vorgeführt. Veranstalter ist das Fachs Musik.

Heiner Goebbels (46), der als freischaffender Komponist in Frankfurt/Main lebt, studierte Soziologie und Musik. Er war Mitbegründer des "Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters" sowie des Duos Heiner Goebbels/Alfred Harth. Von 1978 bis 1980 war er musikalischer Leiter am Schauspiel Frankfurt. In den folgenden Jahren erhielt er zahlreiche Preise unter anderem den Prix Italia 1986, die Goldene Ehrennadel der deutschen Schallplattenkritik 1988, den Berliner Hörspielpreis der Publikumsjury 1989, den Prix Futura 1991 und den Hessischen Kulturpreis 1993. Er ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) und der Akademie der Darstellenden Künste (Frankfurt/Main).

Unter den Komponisten zeitgenössischer Musik ist Goebbels eine singuläre Figur. Nach frühen rockmusikalischen Erfahrungen prägte die Studentenbewegung seinen künstlerischen Werdegang. Motto seines Schaffens ist: "Komponiere stets so, daß du mit deiner Musik den Hörer nicht entmündigst". Goebbels komponiert meist in enger Zusammenarbeit mit Autoren und Musikern, deren instrumentale Ausdruckskraft er nutzt. Seine Musik zielt immer unter die Oberfläche seiner Sujets und läßt sie mit anderen, entfernten Bedeutungsebenen in Spannung treten. Seine Kompositionen sollen sich im Kopf des Hörers neu zusammensetzen.

Kontakt: Prof. Violeta Dinescu, FB 2, Musik, Tel.: 0441/798-2027, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)