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Rudolf Holbach

 

9. November 1999   311/99

Neuer Studiengang: "Museum und Austellung"

Oldenburg. An der Universität Oldenburg wird ab Sommersemester 2000 der viersemestrige Ergänzungsstudiengang "Museum und Ausstellung" angeboten. Er wird Hochschul-absolventInnen, die in verwandten Fächern wie Volkskunde, Archäologie, Ethnologie, Architektur über einen Abschluss verfügen, die Möglichkeit bieten, sich weiterzubilden und damit ihre Berufschancen zu erhöhen. Vorgesehen ist zunächst die Aufnahme von sechs Studierenden pro Jahr.

Die Gründe für den neuen Studiengang liegen im Wandel der Bedeutung und der Vielfalt von Museen und Ausstellungen in den letzten Jahrzehnten. So reicht heute die Spannweite vom traditionellen Heimatmuseum bis zum modernen Medienmuseum, vom klassischen Freilichtmuseum bis zum Freizeitpark mit Museum ("Fort Fun").

Die Aufgaben, die bei einer verantwortlichen Arbeit im Museum und bei der Gestaltung von Ausstellungen zu erfüllen sind, erfordern Qualifikationsprofile, die im Rahmen der bisherigen Lehramts- oder Magisterstudiengänge nur teilweise erreicht werden können. Dazu gehören neben einer soliden fachwissenschaftlichen Ausbildung Interdisziplinarität, das Vertrautsein mit der theoretischen Diskussion, ausreichende Kenntnisse über das Sammeln, Konservieren und Verwalten, die Fähigkeit zur Entwicklung von Konzepten zu ihrer didaktischen Umsetzung und zum Einwerben von Mitteln, nicht zuletzt auch ein Know-how hinsichtlich der Medien und der technischen Möglichkeiten der Präsentation.

Der Ergänzungsstudiengang soll dazu beitragen, den Defiziten in den bisherigen, in erster Linie auf die Tätigkeit in Schule, Archiv oder Erwachsenenbildung bezogenen Studiengängen abzuhelfen. Er soll eine bislang nicht vorgesehene, theorie- wie praxisbezogene interdisziplinäre Ausbildung ermöglichen, die zusätzliche Chancen zur Berufsausübung speziell in Museen und Ausstellungen, aber auch in Bereichen wie Denkmalpflege und Erwachsenenbildung eröffnet. Auch für eine Arbeit in der freien Wirtschaft, in der die Fähigkeit zu theoretischer Reflexion und zur Vernetzung verschiedener Bereiche, zur Konzeption, Organisation wie zur Präsentation gefragt ist, soll der Studiengang geeignete Voraussetzungen bieten.

Kontakt: Prof. Dr. Rudolf Holbach, Historisches Seminar, Tel. 0441/798-2960, priv. 0441/5940771, E-Mail:

(Stand: 20.04.2022)