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1. August 2000   222/00

Ossietzky - Archiv erhält Friedensnobelpreisurkunde

Oldenburg. Das Carl von Ossietzky-Archiv der Universität Oldenburg ist um wertvolle Unterlagen reicher: Die Friedensnobelpreisurkunde Ossietzkys und die dazu gehörende goldene Medaille, eine Bronzeskulptur, die nach der Totenmaske Ossietzkys angefertigt wurde, das sogenannte Erinnerungsbuch, in dem Ossietzky zwei Erzählungen und Briefe an seine Frau Maud festgehalten hat, die über den Krieg geretteten Reste der Ossietzky'schen Bibliothek (u.a. mit Werkausgaben Goethes und Heines), Fotos und familiäre Korrespondenz. Das alles wurde jetzt von Ebbe von Ossietzky-Palm, dem Enkel des Namensgebers der Oldenburger Universität,der Universitätsbibliothek übergeben.

Die Übergabe hatte seine Mutter Rosalinde von Ossietzky-Palm kurz vor ihrem Tod im Februar verfügt. Den Hauptteil des Nachlasses ihres Vaters hatte sie bereits Anfang der 80er Jahre der Universität überlassen. Nun erhielt die Universität Oldenburg auch den Rest.

Die Unterlagen bildeten die Grundlage für die Ossietzky-Gesamtausgabe, die 1994 von der Oldenburger Forschungsgruppe herausgegeben worden ist. Der Wert der Archivalien ist nach Auskunft der Wissenschaftler sehr hoch einzuschätzen. Oldenburg unterstreiche damit seine Funktion als wichtigster Ort der Ossietzky-Forschung.

Kontakt: Christoph Schottes, Carl von Ossietzky - Forschungsstelle, Tel. 0441/798-2274

(Stand: 05.02.2021)