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3. November 2000   293/00

EU-Projekt zur Lehrerbildung

Oldenburg. Die Entwicklung eines Programms zur Ausbildung der Lehrerbildner in allen unterrichtsrelevanten Fächern und in Erziehungswissenschaft auf europäischer Ebene ist das Ziel eines Projektes, an dem sich Universitäten aus sechs Ländern beteiligen. Neben den Universitäten Umea (Schweden), Helsinki (Finnland), Sheffield (Großbritannien), Linz und Graz (Österreich) sowie Riga (Lettland) ist auch die Universität Oldenburg mit den Erziehungswissenschaftlern Prof. Dr. Friedrich W. Busch und Privatdozent Dr. Klaus Winter beteiligt. Busch und Winter sind seit vielen Jahren in der international vergleichenden Bildungsforschung tätig.
Hintergrund des von EU geförderten Erasmus-Projektes sind die in den meisten europäischen Ländern uneinheitlichen und vom wissenschaftlichen Standard unterschiedlichen Voraussetzungen für Hochschulangehörige, an einer modernen Lehrerausbildung mitzuwirken. Unter Berücksichtigung der Europäischen Dimension sollen durch die Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen aus "ausbildungserfahrenen" Ländern wie Deutschland und Österreich und regionale Besonderheiten aufweisenden Ländern wie Schweden, Finnland oder Lettland Bausteine für einen internationalen Studiengang "Ausbildung der Lehrerausbildner" entwickelt werden.
Bei der Konzipierung dieser Bausteine soll einerseits auf die in den jeweiligen Ländern vorhandenen und bewährten Traditionen und Erfahrungen zurückgegriffen werden, andererseits aber auch die Idee der "Europakompatibilität" Berücksichtigung finden. Bestandteil des Programms wird auch die Gewinnung von Ausbildungserfahrungen in unterschiedlichen Ländern durch die KursteilnehmerInnen sein. Auch die neuen Medien sollen einbezogen werden, da ein Teil der zu entwickelnden Module über Internet Verbreitung finden sollen. Der erfolgreiche Abschluss des Studienganges wird mit der Verleihung des Doktorgrades honoriert.
Die Wissenschaftler der Universität Oldenburg zeichnen zunächst verantwortlich für Studiengangsmodule, die die nationalen Bildungspolitiken vergleichend untersuchen sowie das Methodenrepertoire für angehende LehrerInnen entwickeln.
Das Projekt hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren. Die ersten "Bausteine" sollen 2001 vorliegen und an ausgewählten Standorten erprobt werden.

Kontakt: Prof. Dr. Friedrich W. Busch, Tel.: 0441/798-4909,
E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)