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28. Mai 2002   156/02

Neues musikwissenschaftliches Institut widmet sich der Geschlechterforschung

Oldenburg. Das Sophie Drinker Institut, das sich auf musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung spezialisiert, wird am 31. Mai 2002 in Bremen offiziell eröffnet und unter der Leitung der Oldenburger Musikpädagogin Prof. Dr. Freia Hoffmann die Arbeit aufnehmen.

Das nach der amerikanischen Forscherin Sophie Drinker ("Die Frau in der Musik", deutsch 1955) benannte Institut wird zunächst eine Spezialbibliothek zur musikwissenschaftlichen Genderforschung aufbauen, eine Bibliographie betreuen, Quellen (z. B. Nachlässe) sammeln und Nachwuchsförderung betreiben.
Die Finanzierung des Instituts ist durch eine Stiftung gesichert, die von der Schweizerin Mariann Steegmann, Erbin einer umfangreichen Kunstsammlung sowie den Musikwissenschaftlerinnen Eva Rieger und Freia Hoffmann ins Leben gerufen wurde.

Untergebracht ist das Sophie Drinker Institut in einer alten Bremer Kaufmannsvilla der Bremer Innenstadt. Es verfügt über eine Bibliothek, eine Mediathek, Arbeitsplätze für Mitarbeiterinnen und Gäste, einen kleinen Konzertsaal und Wohnmöglichkeiten für Institutsangehörige. Um eine Verbindung auch zur universitären Lehre sicherzustellen, werde der Status eines An-Instituts der Universität Oldenburg angestrebt, sagte dazu Hoffmann, die selbst am dortigen Fachbereich 2 Kommunikation und Ästhetik lehrt und forscht.

Die Festrede bei der Eröffnung wird Christina Weiss, ehemalige Kultursenatorin Hamburgs, zum Thema: "Es gibt nichts Unpraktischeres als die Blindheit für den Wert des Unpraktischen - über die kreative Kraft von Stiftungen" halten.

Das Musikprogramm wird u. a. von Dörte Nienstedt, Catherine Maguire und Béatrice Rauchs gestaltet.

Am Samstag, 1. Juni 2002, schließt sich eine musikwissenschaftliche Tagung an, bei der u. a. die amerikanischen Forscherinnen Jane Bowers und Ruth Solie sprechen werden.

Weitere Informationen unter: www.sophie-drinker-institut.de.
Kontakt: Sophie Drinker Institut, Außer der Schleifmühle 28, 28203 Bremen, Tel. 0421/94908000, E-Mail: info@sophie-drinker-institut.de

 

Eröffnung des Sophie Drinker Instituts

Außer der Schleifmühle 28, 28203 Bremen
Freitag, 31. Mai 2002, 17.00

Begrüßung: Prof. Dr. Freia Hoffmann, Institutsleitung
Grußworte
- Elisabeth Motschmann Staatsrätin für Kultur beim Senator für Inneres, Kultur und Sport des Landes Bremen,
- Ulrike Hauffe, Bremische Zentralstelle f. d. Verwirklichung der Gleichberechtigunder Frau
- Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch, Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- Prof. Dr. Ilse Dröge-Modelmog, Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Oldenburg
- Prof. Dr. Eva Rieger, Vorsitzende der Mariann Steegmann Stiftung, Bremen

Akustische Erkundungen

Sektempfang | Imbiss

20 Uhr
Festrede
"Es gibt nichts Unpraktischeres als die Blindheit für den Wert des Unpraktischen - über die kreative Kraft von Stiftungen", Dr. Christina Weiss, Kultursenatorin a. D. (Hamburg)

21 Uhr
Hauskonzert
- Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49 (1839)
- Fanny Mendelssohn-Hensel (1805-1847): Klaviertrio d-Moll op. 11 (1846)
Vania Lecuit, Violine (Luxemburg), Catherine Lebrun, Violoncello (Brüssel), Béatrice Rauchs, Klavier (Esch-sur-Alzette)
Einführung: Prof. Dr. Peter Schleuning (Universität Oldenburg)

(Stand: 05.02.2021)