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Hans-Jürgen Brumsack

Thomas Klenke

 

30. Mai 2002   162/02

Schadstoffe im Trinkwasser? Kostenlose Analyse und Beratung durch Wissenschaftler

Oldenburg. Die Arbeitsgruppe Mikrobiogeochemie des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg bietet im Rahmen der Veranstaltung "Schaufenster Meeresforschung" allen Bürgern die Gelegenheit, ihr Trinkwasser kostenlos auf das Schwermetall Kupfer untersuchen zu lassen. Angesprochen sind vor allem Familien mit Kindern, die in Neubauten bzw. Häusern leben, deren Wasserleitungen in jüngster Zeit erneuert wurden.

Die Veranstaltung "Schaufenster Meeresforschung" findet vom 8. bis 10. Juni 2002 in Oldenburg an der Hafenpromenade am Stau statt. Besucher können dort zuschauen, wie ihre Wasserproben analysiert werden, und den Befund mit den Forschern besprechen. In zahlreichen weiteren Aktionen werden Einblicke in die Welt der aktuellen Meeresforschung gegeben.

Trinkwasser, unser kostbarstes Lebensmittel, wird von den Wasserversorgern in einwandfreiem Zustand angeliefert. Aus dem Wasserhahn kann es dennoch mit Schadstoffen belastet kommen. Grund können Wasserleitungen und andere Installationen im Haus sein, die die Schwermetalle abgeben. Wasser und die darin in Spuren gelösten Stoffe greifen die Metalle der Trinkwasserleitungen an und so kann Kupfer ins Trinkwasser gelangen. Die Kupferwerte können bei neuen Leitungen (z.B. in Neubauten) zunächst sehr hoch sein. Normalerweise bildet sich im Laufe der Zeit eine dünne Sperrschicht auf der Metalloberfläche, die einen gewissen Schutz vor erhöhten Kupferkonzentrationen bietet. Hohe Kupfergehalte gefährden vor allem Kleinkinder und Säuglinge. Kupfer ist zwar ein lebensnotwendiges Element, doch ein Überangebot kann der Gesundheit schaden. Der Organismus kleiner Kinder verträgt eine zu hohe Kupferzufuhr schlechter als der von erwachsenen Menschen. Eine junge Familie im neuen Haus sollte daher nicht den Brei der Kleinen mit dem Wasser zubereiten, das die ganze Nacht in der Wasserleitung stand.

An Kupfer-Analysen Interessierte werden gebeten, sich in der Geschäftsstelle des ICBM, Carl-von-Ossietzky-Str. 9-11, ein spezielles Probenröhrchen und eine Anleitung abzuholen. Nähere Informationen sind unter Tel. 0441/798-5277 oder -5279 und im Internet unter www.icbm.de/planeterde abrufbar.

Parallel zum "Schaufenster Meeresforschung" findet der Besuch des "Geoschiffs Jenny" statt, ein Ausstellungsschiff von 105 Metern Länge. Auf 600 Quatratmetern Fläche zeigen die großen deutschen Meeresforschungsinstitute Interessantes zum Thema "Meer". Außerdem wird zum ersten Mal die "Senckenberg", das Forschungsschiff des gleichnamigen Wilhelmshaver Instituts, in Oldenburg zu besichtigen sein.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das "Schaufenster Meeresforschung" wurde durch Spenden der OLB, der EWE und der Universitätsgesellschaft ermöglicht. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn.

Informationen über die Aktivitäten in Oldenburg zum "Jahr der Geowissenschaften 2002" finden Sie im Internet unter:

www.icbm.de/planeterde

Kontakt: Prof. Dr. Hans-Jürgen Brumsack, Tel.: 0441/798-3584,
E-Mail: ,
Dr. Thomas Klenke, Tel.: 0441/798-5276,
E-Mail:

(Stand: 20.04.2022)