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20. September 2002   263/02

Haus des Hörens eröffnet: Schwerpunktbildung einmalig in Europa

Oldenburg. Erst in jüngster Zeit hat sich Oldenburg als "Stadt des Hörens" einen Namen gemacht: Aus einer Anfang der 90er Jahre gegründeten Forschungsgruppe an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sind mittlerweile mehrere anerkannte Institutionen auf dem Gebiet der Hörforschung und Hörgeräteevaluation hervorgegangen. Nun erhalten die Oldenburger Forscher auch ein gemeinsames Domizil: das "Haus des Hörens".

"Alle namhaften Institutionen der Oldenburger Hörforschung werden im Haus des Hörens vertreten sein", erläutert Stephan Albani, Geschäftsführer der Hörzentrum Oldenburg GmbH. - Das international renommierte Zentrum ist als Bauherr des Hauses auch federführend bei konzeptionellen Überlegungen zur Nutzung der Einrichtung. Gefördert wurde die Errichtung des neuen Gebäudes mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

Im Haus sind neben dem Hörzentrum künftig auch die Arbeitsgruppe Medizinische Physik der Universität Oldenburg, die Kompetenzzentrum HörTech gGmbH sowie die Fachhoch-schule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven mit einem Teil ihres Studiengangs "Hörtechnik und Audiologie" beheimatet. - Der neu geschaffene Studiengang wird gemeinsam von der Universität und der Fachhochschule angeboten.

Oldenburger Know-how steht hoch im Kurs

Bei vielen Herstellern moderner Hörgeräte-Technik steht die Oldenburger Hörforschung hoch im Kurs. Unternehmen wie Siemens Audiologische Technik, GN ReSound, Phonak, AudioService, Sennheiser oder Kind Hörgeräte nutzen das hier konzentrierte Know-how, um neue Produkte testen und optimieren zu lassen.

"Oldenburg ist beispielgebend für einen gelungenen Brückenschlag zwischen universitärer Forschung und Praxis", so Professor Birger Kollmeier, Leiter der Abteilung Medizinische Physik und wissenschaftlicher Leiter des Hörzentrums Oldenburg. Zurecht gilt der renommierte Hörforscher als "Vater" der Hörforschung in Oldenburg. - Sowohl die Hörzentrum Oldenburg GmbH als auch die HörTech gGmbH sind aus der von Kollmeier Anfang der 90er Jahre geschaffenen Abteilung Medizinische Physik hervorgegangen.

Mittlerweile folgten eine Reihe namhafter Wissenschaftler, Mediziner und Schwerhörigen-Pädagogen dem Ruf in die Stadt an der Hunte. Viele Studenten halten dem Standort nach erfolgreichem Studienabschluss die Treue. Seit Jahren gab es Bemühungen, die Spezialisten in Sachen Ohr unter einem Dach zu versammeln.

Gemeinsames Haus ermöglicht praxisbezogenes Studium

Der Neubau im Technologie- und Innovationspark (TIP) bietet den Hörforschern nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, er ermöglicht auch eine optimale Koordination der gemeinsamen Arbeit. So entstehen im Haus des Hörens auch hervorragende Bedingungen für die zukünftige Ausbildung von Studenten der Universität und der Fachhochschule.

"Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter einem Dach bekommen unsere Absolventen vielfältig Einblicke in die Bereiche angewandter Hörforschung", bestätigt Professor Inga Holube, verantwortlich für den Studiengang "Hörtechnik und Audiologie" der Fachhochschule: "Die Studierenden absolvieren einen Teil ihrer Ausbildung im Rahmen von Forschungsprojekten der HörTech oder des Hörzentrums. Neben der Vermittlung fundierter theoretischer Grundlagen schätzen sie gerade den Praxisbezug, der sich sowohl bei der Mitarbeit an technischen Innovationen als auch beim direkten Kontakt zum hörgeschädigten Menschen ergibt."

Schwerpunktbildung einmalig in Deutschland und Europa

"Mit dem Haus des Hörens ist es uns gelungen, eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen", so Stephan Albani abschließend: "Die Oldenburger Hörforschung hat nun eine feste Adresse. Gemeinsam mit anderen Institutionen vor Ort, der Universität, dem Evangelischen Krankenhaus sowie einer Reihe weiterer medizinischer und sprachpädagogischer Einrichtungen, kann Oldenburg seinen Ruf als Stadt des Hörens weiter ausbauen. Die Bündelung der Kompetenzen ist einmalig in Deutschland und Europa."

Redaktioneller Hinweis:

Die Hörzentrum Oldenburg GmbH

(Stand: 09.06.2021)