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26. Mai 2003  159/03

Jaspers Förderpreis für zwei große Archivare

Oldenburg. Oldenburg. Anlässlich des 100. Geburtstages des Philosophen, Soziologen und Musiktheoretikers Theodor W. Adorno (1903 - 1969) werden in diesem Jahr die beiden Mitarbeiter des Frankfurter Adorno-Archivs, Henri Lonitz und Christoph Gödde, mit dem Karl Jaspers Förderpreis der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet.

Lonitz und Gödde sind seit 1985 Mitarbeiter des Theodor W. Adorno Archivs und seit 2001 hauptverantwortliche Herausgeber des Nachlasses von Adorno. Zurzeit arbeiten sie an einer vollständigen Edition des Briefwechsels zwischen Adorno und Max Horkheimer (1895 - 1973), den beiden zentralen Repräsentanten der Kritischen Theorie. Der erste Band (1927 - 37) ist soeben im Suhrkamp-Verlag erschienen.

Das Team Gödde und Lönitz hatte bereits die sechsbändige Korrespondenz des Intellektuellen und Kritikers Walter Benjamin (1892 - 1940) herausgegeben, die in der Fachwelt ungeteiltes Lob erntete, weil ihre umfangreichen Kommentare sich jeder Wertung enthalten und wesentliche biographische und bibliographische Details liefern.

Lonitz, der Philosophie, Soziologie, Germanistik und Musikwissenschaft in Frankfurt studierte, hat außerdem in Einzeleditionen den Briefwechsel Adornos mit Benjamin, mit dem österreichischen Komponisten Alban Berg (1885-1935) und den Band 2 der Nachgelassenen Schriften Adornos "Zu einer Theorie der musikalischen Reproduktion" herausgeben.

Gödde, der Philosophie, Germanistik und Sozialwissenschaften in Marburg studierte, editierte Adornos Briefwechsel mit dem Sozialwissenschaftler und Philosophen Alfred Sohn-Rethel (1899 - 1990), Adornos "Einleitung in die Soziologie" und zusammen mit Thomas Sprecher vom Züricher Thomas Mann-Archiv den Band "Thomas Mann: Briefwechsel 1943 - 1955".

Die bedeutende Editionsarbeit von Lonitz und Gödde würdigt am 4. Juni 2003 der Oldenburger Soziologe und Adorno-Biograph Prof. Dr. Stefan Müller-Doohm im Rahmen der Oldenburger Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit II, deren Gastprofessor in diesem Jahr der Berliner Soziologe Prof. Dr. Wolf Lepenies sein wird.

Infos: www.uni-oldenburg.de/philosophie/1017.html

Kontakt: Dr. Reinhard Schulz,
Tel.: 0441/798-4402,
E-Mail:

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