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02. Juli 2004   177/04   Personalie

Leidenschaft zur Genauigkeit und Moral
 

Oldenburg. Prof. Dr. Walter Siebel, Soziologe mit dem Schwerpunkt Stadt- und Regionalforschung an der Universität Oldenburg, wurde gestern, 1. Juli 2004, im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Ruhestand verabschiedet. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Hartmut Häußermann (Humboldt Universität Berlin) zum Thema „Die ‚soziale Stadt’ im Amtsmechanismus – Zum Verhältnis von Stadtsoziologie und Politik“. Siebel wurde 1978 an die Universität Oldenburg berufen, wo er die Arbeitsgruppe Stadtforschung begründete. Der Wissenschaftler, der als einer der bedeutendsten Stadtsoziologen in Deutschland gilt, war u.a. Direktor der Internationalen Bauausstellung Emscher Park sowie Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalens. 1995 wurde er mit dem Fritz Schumacher-Preis der Alfred Toepfer Stiftung und 2003 mit dem renommierten Schader Preis ausgezeichnet.
Siebel sei ein Soziologe „mit der Leidenschaft zur Genauigkeit und Moral, ein sozial Engagierter und ein politischer Wissenschaftler mit einer Abneigung gegen jeden Voluntarismus“, sagte sein Kollege, der ehemalige Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Daxner. Sein Erfolg seien die vielen Hochschullehrer, Stadtforscher und Planer, die aus seiner Schule kämen. Siebel habe „Soziologiegeschichte in die Städte eingeschrieben“.

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(Stand: 09.06.2021)