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04. November 2004   291/04   Veranstaltungsankündigung

Kuratoriumssitzung mit Richard von Weizsäcker
Hannah Arendt-Zentrum plant internationale Projekte
 

Oldenburg. Am 12. November tagt das Kuratorium des Hannah Arendt-Zentrums der Universität Oldenburg. Zu den Kuratoriumsmitgliedern gehört der frühere Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker, der seine Teilnahme an der Sitzung angekündigt hat. Leiterin des Arendt-Zentrums ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Antonia Grunenberg (Direktorin des Instituts für Politikwissenschaft).
Thema der Sitzung ist u. a. die Kooperation des Zentrums mit internationalen Partnern. So ist ein Forschungsprojekt mit deutsch-italienisch-französischer Beteiligung geplant, in dem untersucht werden soll, inwieweit der Arendt’sche Ansatz mit den Grundkategorien Politische Freiheit, Handeln, Urteilen, Öffentlichkeit, Verantwortung und Geschichtlichkeit des Politischen stärker als bisher in den politikwissenschaftlichen Diskurs eingebracht werden kann.
Ein weiteres Thema ist der 100. Geburtstag von Hannah Arendt im Jahr 2006, der auch in Oldenburg gebührend begangen werden soll. Aus diesem Anlass soll in Zusammenarbeit mit französischen und amerikanischen Partnern eine Konferenz-Sequenz entlang der Lebensstationen Berlin, Paris, New York stattfinden. „Dabei geht es uns nicht nur um eine posthume Ehrung, sondern auch um eine kritische Würdigung Hannah Arendts im Spektrum des heutigen politischen Denkens“, so Antonia Grunenberg. Die große Denkerin solle nicht „kanonisiert“, sondern ganz bewusst in die heutige Zeit gestellt werden.
Die deutsch-amerikanische Politologin, Philosophin und Publizistin Hannah Arendt (1906-1975), die 1933 zunächst nach Frankreich und später in die USA emigrierte, erlangte Bekanntheit vor allem mit ihrem Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ (1955 in Deutschland erschienen) sowie mit ihrer Auseinandersetzung über den Eichmann-Prozess 1962 („Eichmann in Jerusalem“). Sie gilt als eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.

Hinweis: Das aktuelle UNI-INFO enthält ein Interview mit Prof. Dr. Antonia Grunenberg, in dem sie sich zur aktuellen Diskussion um das Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismus-Forschung (HAIT) äußert: www.uni-oldenburg.de/presse/uni-info/ui-0408/interv.htm

ⓘ www.uni-oldenburg.de/arendt-zentrum/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Antonia Grunenberg, Institut für Politikwissenschaft, Tel.: 0441/798-2943, E-Mail:
 
(Stand: 20.04.2022)