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03. Februar 2005   058/05   Musikwissenschaft

Klänge sind wie Lebewesen
Neuerscheinung über die Oldenburger Komponistin Violeta Dinescu und ihre Werke
 

Oldenburg. Bücher schreiben viele, doch nur wenigen ist es vergönnt, Gegenstand eines Buches zu werden. Über Violeta Dinecu, Professorin an der Universität Oldenburg und, so der österreichische Standard, „eine der bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart“, ist soeben ein Sammelband im Pfau-Verlag erschienen.
Die Herausgeberin Eva-Maria Houben, Komponistin wie Dinescu, hat ein gutes Dutzend AutorInnen versammelt: freischaffende KünstlerInnen, MusikwissenschaftlerInnen, SchulmusikerInnen, KritikerInnen, RedakteurInnen, DramaturgInnen und PädagogInnen. Aus unterschiedlichen Perspektiven nähern sie sich Dinescus musikalischem Werk und Wirken. „Klänge sind wie Lebewesen“ ist ein Gespräch der Herausgeberin mit Dinescu überschrieben. Der freie Musikschriftsteller Josef Häusler hält eine „Laudatio auf Violeta Dinescu" und gibt Einblicke in ihre Biographie, Gabor Halasz spürt der „Magie der Zahlen und Klänge“ in ihrer Kammeroper „Hunger und Durst“ nach, der in Amerika lehrende Wissenschaftler Prof. Dr. Dierk Hoffmann thematisiert die „ungewöhnliche Weltpremiere von Kythera“, und der Oldenburger Musikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh nimmt sich das Instrumentalwerk „Luftschiffe“ vor. Dinescu selbst gibt ihre persönlichen Ansichten zu Komposition und Mathematik wieder.
Dinescus Oeuvre erstreckt sich von der Instrumentalmusik über Chorliteratur, Gesangs- und Ballettkompositionen und Filmmusik bis hin zu Opern – auch für Kinder. Es ist im Anhang des Buchs auf 40 Seiten erstmals in einem Werkverzeichnis inklusive Biblio- wie Diskographie dokumentiert (Stand 2004).
Die 1953 in Bukarest geborene Künstlerin studierte Komposition, Klavier und Pädagogik am dortigen Konservatorium und erhielt nach dem Examen in Komposition, Klavier und Pädagogik einen Lehrauftrag an der George-Eunescu-Musikschule in Bukarest. In dieser Zeit entstanden die ersten Kompositionen, Konzertaufführungen und Rundfunkaufnahmen. Sie erhielt verschiedene Preise und wurde in den rumänischen Komponistenverband aufgenommen.
Mit einem Stipendium kam Dinescu 1982 nach Deutschland, wo sie seitdem lebt. Lehrtätigkeiten führten sie nach Heidelberg, Frankfurt, Bayreuth und in die USA. Seit 1996 lehrt sie als Professorin für Angewandte Komposition an der Universität Oldenburg. Hier setzt sie sich engagiert für die zeitgenössische Musik ein und hat 1999 ein Colloquium ins Leben gerufen, zu dem regelmäßig KomponistInnen von Rang und Namen, aber auch bedeutende InterpretInnen, MedienarbeiterInnen und MusikwissenschaftlerInnen ihre Arbeit, ihre Programme und Werke zur Debatte stellen.
Im Frauenmuseum Bonn (Im Krausfeld 10 D-53111 Bonn) läuft bis zum 30. April 2005 die Fotoausstellung „Lichtwelten“ mit Arbeiten von Elke Seeger zu Kompositionen von Violeta Dinescu.

Violeta Dinescu, hg. v. Eva-Maria Houben, Saarbrücken 2004, 168 S., zahlr. Abb., br., ISBN 3-89727-273-3
Rezensionsexemplare bitte direkt beim Verlag anfordern: Pfau Verlag, Hafenstraße 33, D-66111 Saarbrücken, Postfach 102314, D-66023 Saarbrücken

ⓘ www.frauenmuseum.de/ausstellungen/
www.pfau-verlag.de/shop/1-7-002.html
www.uni-oldenburg.de/musik/lehre/dinescu.html
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Violeta Dinescu, Tel.: 0441/798-2027, E-Mail: violeta.dinescu@uni-oldenburg.de
 
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Bild:
   

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(Stand: 05.02.2021)