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28. Oktober 2005   388/05  

„Renewable Energy“ mit Solarpreis ausgezeichnet
Oldenburger Masterstudiengang mit weltweiter Anerkennung

Oldenburg. Mit dem Solarpreis 2005 der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in der Kategorie Bildung wird heute, am 28. Oktober 2005, der Oldenburger Masterstudiengang „Postgraduate Programme Renewable Energy (PPRE)“ ausgezeichnet. Michael Golba, der zusammen mit Dr. Konrad Blum für den Studiengang verantwortlich ist, nimmt die Auszeichnung in München entgegen. Die Gesellschaft begründete ihre Entscheidung damit, dass schon der Aufbau des englischsprachigen Studiengangs vor fast zwei Jahrzehnten besonders innovativ, vorausschauend und einmalig gewesen sei. Der Masterabschluss werde weltweit anerkannt, und viele AbsolventInnen hätten einflussreiche Positionen in ihren Herkunftsländern erlangt.
Das „Postgraduate Programme“ wird von der Universität Oldenburg seit 1987 angeboten und richtet sich besonders an IngenieurInnen und naturwissenschaftliche AbsolventInnen aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in aller Welt bilden die bisher gut 250 AbsolventInnen aus 65 Ländern ein weltweites fachliches Netzwerk, um sich in Forschung, Lehre und Anwendung in ihren vielfältigen Tätigkeitsbereichen der erneuerbaren Energien auszutauschen und zu unterstützen.
Gründer des Studiengangs ist einer der ersten Professoren der 1973 gegründeten Universität Oldenburg: der Physiker Prof. Dr. Joachim Luther. Er blieb zwanzig Jahre in Oldenburg und übernahm 1993 das 400-köpfige Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg. Im Oktober wurde er mit dem Deutschen Umweltpreis 2005 geehrt, der höchstdotierten Auszeichnung ihrer Art in Europa.
Ende der 70er Jahre hatte Luther zusammen mit den Chemikern Prof. Dr. Peter Köll und Prof. Dr. Jürgen Metzger sowie der Biologin Prof. Dr. Sigrid Jansen die „alternative Energieforschung“, wie sie damals hieß, in Oldenburg begründet - in einer Zeit, als sie noch von der Scientific Community als unwichtig abgetan und belächelt wurde. Zusammen mit anderen WissenschaftlerInnen konzipierte er u.a. auch das 1980 entstandene Energielabor auf dem Campus Wechloy, das auch heute noch Symbol für die umweltorientierte Forschung der Universität und zentraler Veranstaltungsort von PPRE ist.
Prof. Dr. Jürgen Parisi, der Leiter der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung am Institut für Physik, zu dessen Bereich der Studiengang gehört, erklärte, es sei in erster Linie das Verdienst der Programmverantwortlichen Michael Golba und Dr. Konrad Blum, den mittlerweile akkreditierten Masterstudiengang durch Umstrukturierung erfolgreich den neuen Herausforderungen einer internationalen und interdisziplinären Ausbildung angepasst zu haben.
Neben dem dreisemestrigen PPRE Masterstudiengang ist das Programm maßgeblich beteiligt an der Ausrichtung eines Europäischen Masterprogramms, gemeinsam mit sieben Partnerhochschulen aus fünf Ländern der Europäischen Union. In diesem Wintersemester haben insgesamt 31 Studierende aus 22 Ländern (7 Asien, 7 Europa, 2 Deutschland, 7 Lateinamerika, 5 Nordamerika, 3 Afrika) ihr M.Sc. Studium im Bereich Renewable Energy an der Universität Oldenburg aufgenommen.

Auf den Foto: Michael Golba (links) und Dr. Konrad Blum

ⓘ www.ppre.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Michael Golba, Tel.: 0441/798-3546, E-Mail: michael.golba(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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