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Irene Witte

Sergej Fatikow

 

20. April 2006   112/06   Forschung

Hannover Messe: Gentoxizitätsmessung im Schnellverfahren und Mikroroboter für die Nanowelt

Oldenburg. Die Messung von Gentoxizität im Schnellverfahren sowie Mikroroboter für die Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie – mit diesen beiden Projekten wird die Universität Oldenburg vom 24. bis 28. April 2006 auf der Hannover Messe vertreten sein. Die Entwicklungen des Instituts für Biologie- und Umweltwissenschaften sowie des Departments für Informatik werden am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, „Innovationsland Niedersachsen“, vorgestellt (Halle 2, Stand A 10).
Die Arbeitsgruppe Biochemie/Umwelttoxikologie (Leitung: Prof. Dr. Irene Witte) am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften stellt auf der Messe ein Verfahren zur Erfassung krebserregender Substanzen vor, bei dem wesentlich mehr Proben in kürzerer Zeit als bislang bearbeitet werden können. Grundlage der Neuerung bildet eine vorhandene, vergleichsweise einfache Methode zur Bestimmung gentoxischer Effekte von krebserzeugenden Substanzen, der so genannte „Comet Assay“. Wurden bislang 12 Proben in 70 Schritten im konventionellen Verfahren bearbeitet, so erlaubt die Neuentwicklung in der gleichen Zeit eine Analyse von bis zu 400 Proben in nur 20 Schritten. Kernstück der Entwicklung ist eine Mikrotiterplatte-Platte mit spezieller Bodenbeschichtung und abnehmbaren Wänden, die eine gemeinsame Elektrophorese von 96 Proben ermöglicht.
Das Verfahren ist zum Patent angemeldet. Es kann überall dort zum Einsatz kommen, wo hohe Probenzahlen anfallen. Hierzu zählen die Umweltüberwachung, die Entwicklung von Pharmaka, Kosmetika, Pestiziden und anderen Chemikalien. Geplant ist auch, die Durchführung von Messungen der Gentoxizität als Dienstleistung anzubieten.
Die Abteilung für Mikrorobotik und Regelungstechnik (AMiR, Leitung: Prof. Dr. Sergej Fatikow) am Institut für komplexe integrierte Systeme und Mikrosensorik (KISUM) der Universität Oldenburg präsentiert auf der Messe Mikroroboter, die Objekte mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich handhaben können. Mittlerweile ist Mikro- und Nanorobotik zu einem etablierten und sich rasant entwickelnden Zweig der Robotertechnologie geworden. Besonders ihr Einsatz in einem Rasterelektronenmikroskop (REM) ist für eine Reihe von Anwendungen der Nanotechnologie von großer Bedeutung. Seit es Roboter gibt, die mit einer Positioniergenauigkeit im Nanometerbereich agieren können und klein genug sind, um in der Vakuumkammer eines solchen Mikroskops untergebracht zu werden, ergeben sich für das REM völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, vor allem in der Mikroproduktion, Messtechnik, Materialforschung, Medizintechnik und Biotechnologie. Liegen Präzisionsanforderungen der Anwendung im Nanometerbereich, dann ist die Handhabung im REM oft der einzig mögliche Weg, um Bewegungen von wenigen Nanometern sichtbar und kontrollierbar zu machen, da die Lichtmikroskopie bei diesen Auflösungen an ihre natürlichen Grenzen stößt.
Bild 1: Messung von Gentoxizität: Kernstück ist eine neu entwickelte Mikrotiterplatte-Platte mit spezieller Bodenbeschichtung und abnehmbaren Wänden.
Bild 2: Mikroroboter für die Nanowelt.

ⓘ www.hannovermesse.com
www.amir.uni-oldenburg.de
www.uni-oldenburg.de/biochemie/4648.html
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Irene Witte, Tel.: 0441 / 798-3785, E-Mail: irene.witte(Klammeraffe)uni-oldenburg.de,
Prof. Dr. Sergej Fatikow, Tel.: 0441/798-4260 oder -4291, E-Mail: fatikow(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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(Stand: 20.04.2022)