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23. Januar 2007   020/07   Veranstaltungsankündigung

Balanceakt: Studieren mit Kind
Familiengerechte Hochschule wird immer wichtiger

Oldenburg. „Studieren mit Kind – Herausforderung für Hochschulen und Standortfaktor: Daten – Fragen – Perspektiven“ ist das Thema einer Tagung, die am Freitag, 2. Februar 2007, 10.00 bis 18.00 Uhr, im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg stattfindet. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungsergebnisse zur Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft und die Erfahrungen mit bereits bestehenden universitären Unterstützungsangeboten in Deutschland und Österreich. Die ExpertInnen wollen zudem Schlussfolgerungen formulieren, welche Angebote die Situation studierender Eltern und ihrer Kinder an Hochschulen verbessern könnten. Dabei wird auch die Zusammenführung des Kinderbetreuungsbedarfs von Studierenden und Beschäftigten ein wichtiges Thema sein.
Bundesweit sind knapp 7% der Studierenden Eltern. Sie müssen täglich den Balanceakt zwischen Studium und Elternschaft bestehen: Organisationstalent, Zielstrebigkeit und soziale Netzwerke sind dabei gefordert. Erschwert wird die Situation häufig durch ungeklärte Betreuungszeiten für die Kinder, eine Studienorganisation, die den Bedürfnissen studierender Eltern wenig angepasst ist und finanzielle Engpässe. Ein erfolgreicher Abschluss des Studiums wird erschwert, Verlängerungen der Studienzeiten, Unterbrechungen oder auch das Aufgeben des Studiums sind nicht selten die Folge. Davon sind insbesondere Frauen betroffen.
Trotz dieser Hürden wollen 70% der angehenden AkademikerInnen Eltern werden – viele davon bereits während des Studiums, um Auszeiten im späteren wissenschaftlichen Berufsverlauf zu vermeiden. Unterstützt wird eine solche Lebensplanung durch den 2006 veröffentlichten 7. Familienbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit (BMFSFJ). Hier wird auch für Hochschulen die Schaffung von Bedingungen gefordert, durch die eine möglichst frühzeitige Verbindung von Elternschaft und Ausbildungs- bzw. Erwerbszeiten möglich ist.
Veranstalter der Tagung, die sich gleichermaßen an Studierende, Beschäftigte, WissenschaftlerInnen, Verantwortliche in Hochschulpolitik und -verwaltung und die interessierte Öffentlichkeit richtet, ist das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) der Universität Oldenburg. Unterstützt wird die Veranstaltung von der EWE Stiftung. Die Leitung liegt in den Händen von Prof. Dr. Karin Flaake und Prof. Dr. Heike Fleßner. Anmeldungen zum Workshop sind unter Tel.: 0441/798-4316 oder per E-Mail unter zfg(Klammeraffe)uni-oldenburg.de möglich. Der Kostenbeitrag beträgt 20 Euro.

ⓘ www.uni-oldenburg.de/zfg
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Karin Flaake, Tel.: 0441/798-2931, E-Mail: karin.flaake(Klammeraffe)uni-oldenburg.de, Prof. Dr. Heike Fleßner, Tel.: 0441/798-2050, E-Mail: heike.flessner(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)