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30. April 2008   176/08  

Nick Carter und Buffalo Bill: Groschenhefte der Kaiserzeit
Neue Sammlung in der Universitätsbibliothek

Oldenburg. Groschenhefte über die Abenteuer und Taten des New Yorker Detektivs Nick Carter sowie des Wild-West-Helden Buffalo Bill fanden ab 1906 reißenden Absatz vor allem bei jugendlichen Lesern in Deutschland. Ein Sammler aus Varel hat 463 Originalhefte aus der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg gesammelt und sie jetzt der Universitätsbibliothek geschenkt.
Die bürgerliche Öffentlichkeit reagierte damals empört: Solche Schundliteratur gehöre verboten. Im Reichstag wurde sogar eine Gesetzesänderungsvorlage eingebracht, die jedoch nie verabschiedet wurde. So konnte der Dresdener Verleger seine Hefte bis zum Ersten Weltkrieg ungehindert drucken und verkaufen, mitunter 45.000 bis 80.000 Stück pro Woche.
Was bekam man für seine 20 Pfennige? 32 Seiten im „Quartformat“, einen farbigen Deckel mit integriertem amerikanischen Originaltitelbild, Abenteuer, Action und Spannung in schlechter Übersetzung und auf billigstem Papier. Die Hefte wurden selten aufgehoben, sondern gelesen, wieder gelesen, verschenkt und weggeworfen. Heute sind sie zu Raritäten geworden.

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Dr. Kevin Carpenter, Tel.: 0441/798-2870, E-Mail: kevin.carpenter(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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(Stand: 20.04.2022)