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Thomas Klenke

 

23. Juni 2008   284/08   Forschung

EU setzt auf nachhaltige Küstenregionen
5 Millionen Euro Fördermittel für COAST

Oldenburg. Strategien und konkrete Maßnahmen entwickeln, damit Küstenregionen im Nordseeraum die Folgen des Klimawandels und Aufgaben ihrer strukturellen Entwicklung meistern können: Dies ist das Ziel des von der EU geförderten internationalen Projektclusters „Europas nachhaltige Küstenregionen“, an dem die Universität Oldenburg über das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) maßgeblich beteiligt ist. Von den rund 15 Mio. Euro Fördermitteln entfallen ca. 5 Mio. Euro auf COAST. Im Mittelpunkt der Arbeit der internationalen Projektgruppen stehen u.a. Küstenschutz, Wasserwirtschaft sowie Energieerzeugung und -nutzung auf dem Meer und an Land.

„Wir wollen Küstenregionen, die vom gleichzeitigen Wandel von Klima, Wirtschaft und Gesellschaft stark betroffen sind, fit für die Zukunft machen“, sagt der Oldenburger Umweltwissenschaftler und Sprecher des Projektclusters Dr. Thomas Klenke. „Dabei untersuchen wir wissenschaftlich begründete, tragfähige Optionen für weitreichende Entscheidungen. Ganz wesentlich ist der Austausch mit Partnerregionen in Europa und das Zusammenwirken mit anderen Forschungseinrichtungen.“

An den insgesamt drei Projekten des Clusters beteiligen sich WissenschaftlerInnen aus den vier COAST-Mitgliedseinrichtungen der Universität: dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), dem Zentrum für Windenergieforschung Forwind, dem Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS) und dem Center for Environmental Modelling (CEM). Mitglieder des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) wirken ebenfalls mit.

Die Projekte im Einzelnen:
1. Bei „enerCOAST" (bluegreen coastal energy communities) arbeiten Gruppen in England, Norwegen, Schweden, den Niederlanden und Deutschland an standortspezifischen regionalen Netzwerken zur Erzeugung und Nutzung von Bio-Energie. Verbindendes Moment ist die Arbeit an einem umfassenden Wirtschaftsmodell, das von den natürlichen Standortbedingungen ausgeht und die Kooperation von Energieproduzenten und -nutzern verbessert. Dabei werden u.a. etablierte und neuartige Elemente der Biomasse-Nutzung untersucht. So sollen energie-autonome und energie-effiziente Strukturen in Küstengemeinschaften optimiert werden. Das Projekt wird durch die Universität Oldenburg geleitet.

2. Das Projekt „Climate Proof Areas“ (coastal communities ready for a changing world) betrachtet Fokusräume in den Niederlanden, Schweden, Belgien und Deutschland. Hier sollen innovative technologische Verfahren und gesellschaftliche Strategien entwickelt werden, die geeignet sind, dem Anpassungsdruck aus Klimawandel, Globalisierung und demographischem Wandel gerecht zu werden. Handlungsebene sind Gemeinden und Kreise der Nordseeküste, in denen alle gesellschaftlichen Gruppen an der Entwicklung der Anpassungsstrategien beteiligt werden sollen. Die Universität Oldenburg (ICBM und IBU) ist Partner des durch die Provinz Zeeland (Niederlande) geführten Konsortiums.

3. „POWER-Cluster“ (Developing the North Sea offshore energy region) hat das Ziel, die Nutzung von auf dem Meer erzeugter elektrischer Energie in der Nordseeregion weiter zu untersuchen und zu fördern. Arbeitsfelder sind die Information und Einbindung gesellschaftlicher Gruppen, technologische Verbesserungen, Verminderung von Umweltbelastungen sowie die Entwicklung und Umsetzung von Bildungsangeboten. Das Projekt wird von der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS) geleitet; die Universität Oldenburg ist durch ForWind, ICBM und IBU beteiligt.

ⓚ Kontakt:
Dr. Thomas Klenke, COAST-Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, Tel.: 0441/798-4799, E-Mail: klenke(Klammeraffe)icbm.de
 
(Stand: 20.04.2022)