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31. Oktober 2008   445/08   Forschung

Auszeichnung für AIDS-Präventionsprojekt
Afrikaner klären ihre Landsleute in Deutschland selbst auf

Oldenburg. Das von der Universität Oldenburg und dem Gesundheitsamt Bremen initiierte Forschungs- und Vorsorgeprojekt zur Aids-Prävention für Migranten aus Afrika ist im Rahmen eines Bundeswettbewerbs ausgezeichnet worden. Von den 100 Bewerbern erhielten sieben Projekte eine Auszeichnung, das Oldenburg/ Bremen-Projekt belegte den dritten Platz und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Unter dem Motto „Neue Wege sehen – neue Wege gehen“ hatte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Verband der privaten Krankenversicherungen e.V. sowie dem Bundesgesundheitsministerium den Wettbewerb ausgeschrieben. Das ausgezeichnete Oldenburger/Bremer Projekt wurde entwickelt, um die aus der Sub-Sahara-Region nach Bremen geflohenen Afrikaner für die AIDS-Prävention zu gewinnen. Die Menschen aus der südlichen Hälfte des Kontinents gelten als besonders gefährdet, stellen aber gleichzeitig wegen sprachlicher Barrieren und einem anderen Verhältnis zu Krankheit und Gesundheit eine nur schwer erreichbare Zielgruppe dar. Deshalb werden im Rahmen des Projektes Menschen aus der Zielgruppe selbst als Aufklärer ausgebildet, weil sie bessere Chancen haben, von ihren Landsleuten akzeptiert zu werden. Die Aufklärer gehen dabei ungewöhnliche Wege. Sie besuchen Feste, Gottesdienste, Asylbewerberheime, Afrikamärkte, Diskotheken und Sportturniere, um ihre Botschaften an den Mann bzw. an die Frau zu bekommen. Sie werden aber auch eingesetzt, um aidsinfizierte Menschen einfühlsam zu begleiten.
„Die Menschen aus der Sub-Sahara werden so in außergewöhnlicher Weise ernst genommen. Damit entsteht Vertrauen, die beste Voraussetzung für eine wirksame Prävention“, sagte dazu der Oldenburger Psychologe Dr. Norbert R. Krischke, der das Projekt wissenschaftlich begleitet und auswertet.

ⓘ www.afrika-projekt-bremen.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
PD Dr. Norbert R. Krischke Tel.: 0441/798-3415, E-Mail: norbert.krischke(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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Bild:
   

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(Stand: 20.04.2022)