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19. Januar 2009   025/09   Veranstaltungsankündigung

„Sich selbst sammeln“
Studierende stellen sich und ihren Alltag aus

Oldenburg. Aktion und Reaktion – das sind die Grundprinzipien beim Aufeinandertreffen von Menschen. Der gewöhnliche Alltag würde ohne diese Kausalität nicht funktionieren, ein Zusammenleben unmöglich machen. Doch wie reagieren Menschen, wenn dieses Zusammenspiel gestört wird? Zum Beispiel durch gewöhnliche Alltagshandlungen, die unter einem speziell angefertigten weißen Kubus inszeniert werden. Und was sagt die so erzeugte Irritation über das einzelne Individuum aus?
Unter dem Motto „Sich selbst sammeln“ untersuchen Studierende des Masterstudienganges „Museum und Ausstellung“ der Universität Oldenburg in einer Ausstellung und Kunstperformance an insgesamt drei Terminen ihren studentischen Alltag. Sie beginnen am Montag, 26. Januar 2009, 12.00 Uhr in der Mensa und im Bibliothekssaal der Universität (Campus Haarentor).
Das Prinzip der Ausstellung beruht auf einem Aufsatz des amerikanischen Ethnologen James Clifford. Er war der Ansicht, dass jeder, der ins Museum geht, Fremdes und Ungewöhnliches sehen wolle. Allerdings verrate unsere Weise, fremde Dinge zu sammeln, zu ordnen und zu präsentieren mehr über uns selbst und unsere Wünsche als über andere Gesellschaften.
Von Cliffords Ansatzpunkt ausgehend, wollen sich die Studierenden ganz bewusst „sammeln“, ihren Alltag darstellen und analysieren. Die Exponate der Ausstellung sind die Studierenden selbst. Mittels eines „White Cubes“ – einer halbtransparenten Vitrinenkonstruktion – zeigen sie sich in typischen Alltagssituationen. In dem Kubus werden gezielt alltägliche Handlungen dargestellt, aus dem gewöhnlichen Alltag herausgeschält. Gleichzeitig forciert der spezielle Handlungsrahmen die Aufmerksamkeit der Passanten, sorgt für Verwirrung und Irritation: Das Besondere des Alltäglichen wird deutlich.
Die spezifischen Situationen und die Reaktionen der Handelnden werden fotografisch und per Video dokumentiert und durch Kunstperformances vervollständigt. Das Ausstellungsprojekt, das im Rahmen der „Stadt der Wissenschaft“ stattfindet, entwickelt sich somit permanent weiter. Die Ausstellungs- und Performance-Termine im Januar sind ein erster Zwischenschritt, weitere Kunstaktionen und Ausstellungen sowie ein Katalog folgen.
„Sich selbst sammeln“ wird zudem parallel an der Seoul Women’s University Korea durchgeführt – in einer späteren Galerieausstellung werden dann die Alltagssituationen der verschiedenen Kulturkreise zusammengeführt.

Termine:
Montag, 26. Januar 2009 – Mensa und Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Campus Haarentor), Beginn: 12.00 Uhr
Donnerstag, 29. Januar 2009 – Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg (Damm 38 – 44), Beginn: 14.00 Uhr
Samstag, 31.1.2009 – Lambertihof Oldenburg, Beginn: 14.00 Uhr

ⓘ www.uni-oldenburg.de/museum/37933.html
 
ⓚ Kontakt:
Norma Mack, Tel.: 0441/798-2151,
E-Mail: norma.mack(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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