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21. April 2009   142/09   Veranstaltungsankündigung

Das Denkmal als „offene Wunde“
„Oldenburger Ringvorlesung zur Geschichte“ beginnt

Oldenburg. „Das Denkmal als ,offene Wunde’: Repräsentationen deutscher Vergangenheit zwischen Beschädigung und Erlösungsversprechen“ – so lautet der Vortrag der Berliner Historikerin Dr. Corinna Tomberger am Mittwoch, 22. April 2009, 18.00 Uhr, im Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg) der Universität Oldenburg. Er bildet den Auftakt zur „Oldenburger Ringvorlesung zur Geschichte“ des Instituts für Geschichte, die zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik und des 20-jährigen Mauerfalls den Akzent auf die Zeitgeschichte nach 1945 legt.
Tomberger diskutiert anhand eines lokalen Denkmals – des Kasseler „Aschrottbrunnens“ von Horst Hoheisel – neue künstlerische Ansätze im Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in der Bundesrepublik. Mit der Metapher der „offenen Wunde“ wird untersucht, welche Geschichtsdeutungen und Identifikationsangebote das Denkmal bietet. Die Historikerin skizziert Vorstellungen von nationaler Beschädigung und Wiederherstellung, die auch über das untersuchte Fallbeispiel hinaus in der bundesdeutschen Geschichtspolitik wirksam waren und bis heute sind.
Im Rahmen der Ringvorlesung werden Oldenburger und auch auswärtige HistorikerInnen ihre Forschungsprojekte vorstellen. Jeder Vorlesung schließt sich eine Diskussionsrunde an.

Weitere Termine der „Oldenburger Ringvorlesung zur Geschichte“, jeweils Mittwoch, 18.00 Uhr:

29. April 2009: „Deutschland einig Vaterland? Politische und gesellschaftliche Verwerfungen im Prozess der deutschen Einheit“ – Prof. Dr. Christoph Kleßmann (Universität Potsdam), Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg)

6. Mai 2009: „BRD – DDR: Abgrenzung und Verflechtung“, Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Universität Heidelberg), Hörsaal B (Campus Haarentor, Gebäude A11 Raum 1-101) – DIESE VORLESUNG FÄLLT LEIDER AUS!

13. Mai 2009: „Im ‚Mutti’-Land der Emanzipation. Frauen und Männer in der DDR“ – Prof. Dr. Gunilla Budde (Universität Oldenburg), Hörsaal B (Campus Haarentor, Gebäude A11 Raum 1-101)

3. Juni 2009: „Polen kolonialisieren: Die Herstellung einer kolonialen Identität im deutschen Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts“ – Prof. Kristin Kopp (University of Missouri, Columbia), Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg)

10. Juni 2009: „Vom „Alldeutschen Atlas“ zu den „Erzwungenen Wegen“. Der ‚Deutsche Osten’ im Kartenbild 1905 - 2008“, Dr. Tobias Weger (BKGE), Hörsaal B (Campus Haarentor, Gebäude A11 Raum 1-101)

17. Juni 2009: „Der ‚Deutsche Osten’ – Mythos? Realität? Verlorenes Traumland?“, Prof. Dr. Hans Henning Hahn (Universität Oldenburg), Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg)

1. Juli 2009: „Abenddämmerung der Ära Adenauer - Morgendämmerung einer Liberalisierung der Bundesrepublik - Politisch-kulturelle Umbruchsprozesse in der Bundesrepublik zwischen 1957 und 1963“, Prof. Dr. Axel Schildt (Universität Hamburg)
Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg)

8.Juli 2009: „Service Clubs nach 1945: Orte der Bürgerlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland“, Marie-Christine Potthoff (Universität Oldenburg), Bibliothekssaal (Campus Haarentor, Uhlhornsweg)

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Prof. Dr. Gunilla Budde, Institut für Geschichte, Tel.: 0441/798-4510,
E-Mail: gunilla.budde(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 09.06.2021)