Navigation

Kontakt

Presse & Kommunikation

17. April 2009   149/09  

Grünes Klassenzimmer im Botanischen Garten

Oldenburg. Ein ungewöhnlicher Ort, ein ungewöhnliches Unterrichtskonzept, ein Klassenzimmer direkt im Grünen: Die Grüne Schule im Botanischen Garten Oldenburg wurde heute vom niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann, Prof. Dr. Mathias Wickleder, Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität Oldenburg und Rita Schilling, 1. Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, eröffnet. „Kinder wollen gefördert und gefordert werden. Deshalb ist es gut, wenn ihre naturwissenschaftlichen Talente – wie hier in der Grünen Schüle – frühzeitig erkannt und geweckt werden“, so Stratmann bei der Eröffnung.
Die Grüne Schule ist ein Projekt der Biologiedidaktik der Universität Oldenburg und dem Botanischen Garten. In den heute eingeweihten Räumlichkeiten, die sich direkt im Mittelteil des Botanischen Gartens befinden, können Kinder und Studierende an einem außerschulischen Lernort lernen und forschen.
Ein langer Wunsche des Botanischen Gartens sei nun endlich Wirklichkeit geworden, ergänzt Prof. Dr. Peter Janiesch, Direktor des Botanischen Gartens Oldenburg, der vor mehreren Jahren mit der Oldenburger Biologiedidaktikerin Prof. Dr. Corinna Hößle die Idee zur Grünen Schule entwickelte. Aus der Idee wurde ein konkretes Projekt, das nun auch über eigene Räume verfügt. Mit Hilfe des Freundeskreises Botanischer Garten „Ilex“ wurden Spendenmittel gesammelt und ein Werkstattgebäude zur Grünen Schule umgebaut.
Dort soll SchülerInnen und StudentInnen die biologischen Zusammenhänge und die pflanzliche Artenvielfalt lebendig vermittelt werden. Mitmachen und ausprobieren ist dabei oberstes Gebot: Im Labor der Grünen Schule können aus den Pflanzen des Arzneigartens selbständig Naturheilmittel hergestellt und auch getestet werden. Internet und Fachliteratur helfen den jungen ForscherInnen sich direkt am Wuchsort der Pflanzen zu informieren. „Der Botanische Garten ist ein idealer Ort, um einen Betrag zur Bildung einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Vieles, was in der Schule theoretisch behandelt worden ist, kann hier am lebenden Objekt beobachtet und nachvollzogen werden. Schüler lernen die Natur und ihren Wert zu schätzen“, betont Hößle.
So ausgefallen der Unterrichtsort der Grünen Schule ist, so ausgefallen ist auch der Lehrplan. Unter anderem werden Themen wie „Von der Wüste bis zum Regenwald“, „Anpassung von Pflanzen und an die Klima- und Vegetationszonen der Erde“ oder „Blütenökologie/Co-Evolution – Insekten-, Vogel- und Fledermausbestäubung“ angeboten. Die Unterrichtseinheiten wurden von BiologiedidaktikerInnen und Lehramts-Studierenden der Universität Oldenburg erarbeitet und stehen in Zukunft für Schulklassen zur Verfügung. Die Erprobung und Weiterentwicklung neuer Lehr- und Lernstrategien steht dabei im Fokus der Grünen Schule.
Der Botanische Garten wird jährlich von über 50.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht. „Deshalb soll die Grüne Schule auch als Ort der Begegnung der verschiedenen Generationen genutzt werden“, so Janiesch bei der Eröffnung. „Kinder und ihre Eltern, Studierende und Schüler sollen sich dort im forschenden Lernen begegnen und gemeinsam von- und miteinander Lernen.“

ⓘ www.botgarten.uni-oldenburg.de/33164.html
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Peter Janiesch, Botanischer Garten Oldenburg, Tel.: 0441/798-333, E-Mail: janiesch(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Corinna Hößle, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Tel.: 0441/ 3639, E-Mail: corinna.hoessle(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
Presse08skg & Kom97muni3mc/tkationsr (presjt5se@uyvol.de) (Stand: 21.08.2020)