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07. Mai 2009   186/09  

Ambulatorium für ReHabiltation
Neue Einrichtung der Sonderpädagogen für Forschung und Lehre

Oldenburg. Ein internationales Symposium und eine Ausstellung bilden den Rahmen für die offizielle Eröffnung des „Ambulatoriums für ReHabilitation“ an der Universität Oldenburg am 8. Mai 2009. Im Mittelpunkt der neuen Einrichtung des Instituts für Sonder- und Rehabilitationspädagogik stehen die Erforschung und Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen bzw. in Risikolagen.
Das Ambulatorium, das von ProfessorInnen des Instituts geleitet wird, wird künftig Diagnostik, Beratung und Förderung für unterschiedliche Zielgruppen bieten. Derzeit gibt es vier thematische Schwerpunkte: Im Bereich „Unterstützte Kommunikation“ werden Hilfsmöglichkeiten für Menschen erforscht, die nicht (mehr) lautsprachlich kommunizieren können. Angesprochen sind Personen mit verschiedenen Behinderungen oder Erkrankungen. Im Bereich „Diagnostik und Förderung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsrisiken“ wird aktuell ein Lerntraining für Jugendliche mit Aufmerksamkeitsstörungen („LeJA“) durchgeführt und evaluiert. Die Arbeitsgruppe „Hörsensible Universität“ bietet eine „Clearingstelle“ für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, speziell für betroffene Studierende, an. Außerdem wird eine „Clearingstelle“ für den Problembereich „Schulabsentismus und Dropout“ eingerichtet.
In die sonderpädagogischen bzw. sonderpädagogisch-therapeutischen Tätigkeiten sowie in die Forschungsprojekte werden auch Studierende aktiv eingebunden, so dass sie berufspraktische Fertigkeiten bereits im Studium erlernen können. Aufgabe des Ambulatoriums, das sich als Bindeglied zwischen Forschung, Praxis und Lehre versteht, ist auch die Verbesserung der Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungs- und Praxiseinrichtungen.
Das Symposium anlässlich der Eröffnung der neuen Einrichtung findet am Freitag, 8. Mai, 10.00 bis 13.15 Uhr, im Hörsaalzentrum (Hörsaal 3) statt. Noch bis zum 9. Mai ist im Foyer des Hörsaalzentrums die Ausstellung „Disability History Touring Exhibit“ zu sehen. Sie dokumentiert den Umgang mit Menschen mit Behinderung in den vergangenen zweieinhalb Jahrtausenden. Konzipiert wurde die Ausstellung von der amerikanischen Non-Profit-Organisation „Advocating Change Together“ (ACT) und der Forschergruppe um Prof. Dr. György Könczei, Eötvös Loránd Universität Budapest. Nach der Eröffnung im Dezember 2007 in Budapest wurde die Ausstellung an zwölf Stationen in Ungarn sowie im Europarat in Straßburg gezeigt.

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ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Erdélyi, Tel.: 0441/798-4753, E-Mail: andrea.erdelyi(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)