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Stephan Scholz

 

12. Oktober 2009   433/09   Veranstaltungsankündigung

Flucht und Vertreibung im Bürgerbewusstsein
Gemeinsame Ringvorlesung des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und des Instituts für Sozialwissenschaften

Oldenburg. „Flucht und Vertreibung im Bürgerbewusstsein – Migrationen in der historisch-politischen Bildung“ – so lautet der Titel der öffentlichen Ringvorlesung, die das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und die Professur für die Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Oldenburg im Wintersemester 2009/2010 veranstalten. Eröffnet wird die Reihe am 20. Oktober, 18.00 Uhr, auf dem Campus Haarentor (A10 1-121) mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Seewann (Pécs/Fünfkirchen) über „Zwangsmigrationen im Bewusstsein der Ungarn“.

Seewann, Hochschullehrer für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Universität Fünfkirchen/Pécs (Ungarn), ist ein ausgewiesener Fachmann für Fragen der Minderheiten- und Migrationsgeschichte im südöstlichen Mitteleuropa. In seinem Vortrag wird er auf die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Zwangsmigrationen eingehen, die zum Teil die Ungarn selbst (Umsiedlungen aus der Slowakei, aus Rumänien und aus Jugoslawien) betroffen haben, zum Teil mit der Vertreibung der Deutschen aus Ungarn zusammenhängen. Nach einer langen Zeit der Verdrängung bzw. Selbstinszenierung als Opfer des Potsdamer Abkommens finden die Ungarn heute zu einer parallelen Betrachtung der Opfer- und Täterrolle im europäischen Kontext. Der Vortrag hat angesichts der derzeitigen slowakisch-ungarischen Spannungen, die historisch bedingt sind und auch mit der Umsiedlung der Ungarn aus der Slowakei zusammenhängen, eine besondere Aktualität.

Das weitere Programm „Flucht und Vertreibung im Bürgerbewusstsein – Migrationen in der historisch-politischen Bildung“
(jeweils Dienstag, 18.00 Uhr, Campus Haarentor, A10 1-121)

27. Oktober: „Die Thematik ‚Flucht, Vertreibung, Aussiedlung’ in der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission“, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz (Universität Wroclaw/Breslau, Polen)
3. November: „Flüchtlingspolitik als tragische Wahlhandlung - Auswirkungen auf das Bürgerbewusstsein“, Dr. Dita Vogel (IBKM)
10. November: „Die deutsch-polnischen Beziehungen zwischen 1933 und 1945 in Schulbüchern“, Prof. Jörg Dieter Gauger (Universität Bonn)
17. November: „Zeit-Zeugen in Vitrinen – Flucht, Vertreibung und Neuanfang im Museum“, Dr. Dagmar Kift (Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Dortmund)
24. November: „Waren sie willkommen? Zur Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge im Oldenburger Land“, Prof. Dr. Joachim Kuropka (Hochschule Vechta)
1. Dezember: „‚Flucht und Vertreibung’ – Bundesdeutsche Debatten“, Dr. Mathias Beer
8. Dezember: „Zwischen Assimilation und Multikultur. Integrationskonzepte von Schülerinnen und Schülern“, Andreas Lutter (Universität Duisburg-Essen)
15. Dezember: „Der vergessene Teil der Einheit. Türkische Migrantinnen und Migranten in Deutschland nach dem Mauerfall“, Dr. Nevim Çil (Institut für Europäische Ethnologie, Berlin)
22. Dezember: „Die Flüchtlings- und Asylpolitik in Niedersachsen seit 1945“, Prof. Dr. Rolf Meinhardt (IBKM, Oldenburg)
12. Januar: „Migrationshistorisches Vakuum? Zum Selbstverständnis Deutschlands als Einwanderungsland“, Prof. Dr. Maria do Mar Castro Varela (Alice Salomon Hochschule Berlin)
19. Januar: „Schülervorstellungen über Flucht und Vertreibung. Empirische Befunde zur historisch-politische Bildung“, Prof. Dr. Bodo von Borries (Universität Hamburg)
26. Januar: „‚Dem Vergessen entrissen’? – Vertreibungsdenkmäler in der Bundesrepublik Deutschland“, Dr. Stephan Scholz (Universität Oldenburg)

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ⓚ Kontakt:
Dr.Prof. Dr. Matthias Weber, BKGE, Tel. 0441/96195 - 0
E-Mail: mweber(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 25.07.2022)