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28. Oktober 2009   468/09  

„Laureus Kicking Girls“
Oldenburger Wissenschaftler führen Bremer Integrationsprojekt durch

Oldenburg. Begeistert jagen die Schülerinnen der Grundschule Bremen-Gröpelingen am Halmerweg hinter dem Ball her. Motiviert und angeleitet durch die Übungsleiterin Yasimin Cakir vom Nachbarverein KSV Vatanspor, spielen hier Mädchen mit Migrationsgeschichte Fußball. Das neue Integrationsprojekt der Universität Oldenburg und der Laureus Sport for Good Stiftung wird vom SV Werder Bremen und dem Bremer Fußballverband unterstützt. Patin ist Josefine Holsten, Sportstudentin an der Universität Oldenburg und Mannschaftsführerin der Frauenmannschaft von Werder Bremen.
Das Projekt „Laureus Kicking Girls“ will in Bremen Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte über Fußball-AGs in Vereine führen und über den Sport in die deutsche Gesellschaft integrieren. Es geht zurück auf ein von dem Sportdidaktiker Dr. Ulf Gebken und der Sportwissenschaftlerin Julika Vosgerau entwickeltes Modellprojekt in Oldenburg. Im Stadtteil Ohmstede wurde vor zehn Jahren damit begonnen, Mädchen aus sozial schwachen Familien über eine Schul-AG für den Vereinsfußball zu begeistern. 2006 wurde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf das Pilot-Projekt aufmerksam und unterstützt seither die Verbreitung der erfolgreichen Initiative im gesamten Bundesgebiet. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass es mithilfe dieses Modells gelingen kann, Mädchen mit Migrationsgeschichte sowie ihre Eltern vom Sport im Verein zu überzeugen.
In Bremen bieten fünf Grundschulen in Zusammenarbeit mit örtlichen Sportvereinen Mädchenfußball an: die Grundschule Am Halmerweg (Gröpelingen), die Grundschule Am Pastorenweg (Gröpelingen), die Grundschule An der Düsseldorfer Straße (Blockdiek), die Grundschule An der Robinsbalje (Huchting) und die Grundschule Landskronastraße (Marßel).
Das Projekt „Laureus Kicking Girls“ in Bremen ist langfristig angelegt und umfasst neben regelmäßigem Training und der Organisation von Fußballturnieren auch die Ausbildung von Fußballassistentinnen. So werden Mädchen mit Migrationshintergrund zu Übungsleiterinnen ausgebildet. „Muslimische Eltern setzen in der Regel voraus, dass die Trainer Frauen sind. Deshalb qualifizieren wir im Rahmen unseres Projektes junge Frauen, die entsprechende Aufgaben im Schul- oder Vereinsfußball übernehmen können“, erläuterte Gebken. Das Beispiel der Übungsleiterin Yasimin Cakir zeige, welchen Stellenwert eine Trainerin für die zugewanderten fußballspielenden Mädchen habe.

Auf dem Bild: Der Oldenburger Sportdidaktiker Dr. Ulf Gebken mit den Schülerinnen der Grundschule Bremen-Gröpelingen.

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ⓚ Kontakt:
Dr. Ulf Gebken, Institut für Pädagogik, Mobil 0151/12289118, E-Mail: ulf.gebken(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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Bild:
   

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