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Andrea Erdelyi

Heinz Mühl

 

15. April 2010   135/10   Wissenschaftliche Tagung

Behindertenhilfe im Wandel der Zeiten
Auftaktveranstaltung zur Vortragsreihe des Instituts für Sonder- und Rehabilitationspädagogik

Oldenburg. „Behindertenhilfe im Wandel der Zeiten“ – unter diesem Motto findet am Freitag, 23. April 2010, 17.00 Uhr, im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Campus Haarentor) die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe „Behindertenhilfe im Aufbruch – Ziele, Grenzen, Wünsche“ statt. Anlass ist das fünfzigjährige Bestehen der „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen Oldenburg e.V.“ Die Reihe wendet sich an Fachleute aus der Praxis und Theorie, an geistig beeinträchtigte Personen und ihre Angehörigen sowie alle Interessierten. Veranstalter ist das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik in Kooperation mit der Lebenshilfe Oldenburg.
Noch vor 50 Jahren galten Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung als prinzipiell „nicht bildbar“. Nach der Zeit des Nationalsozialismus, dem viele der so genannten Euthanasie zu Opfer fielen, lebten sie versteckt in Familien oder wurden in Anstalten und Heimen eingewiesen – wo sie weder gefördert noch unterrichtet wurden. Erst mit Gründung der Lebenshilfe e.V. vor 50 Jahren und von SELAM (SELbestbestimmt leben und wohnen mit Ambulanten Hilfen) vor 20 Jahren sollte sich dies ändern.
Bei der Auftaktveranstaltung referieren Thomas Ahlrichs und Manfred Diers von SELAM über die Geschichte der Lebenshilfe und die Umsetzung der Impulse durch SELAM-Lebenshilfe in Oldenburg. Der Oldenburger Sonderpädagoge Prof. em. Dr. Heinz Mühl beschäftigt sich unter dem Titel „Wo stehen wir heute?“ mit der aktuellen Situation der Behindertenhilfe. Anschließend hält Prof. Dr. Andrea Erdélyi vom Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik einen Vortrag über die „Zielperspektive Inklusion“. Darin setzt sie sich mit den Herausforderungen auseinander, die durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen entstehen. Mit ihrer Ratifizierung 2009 hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, Menschen mit Behinderungen in allen Altersgruppen ein Leben und Lernen in der Gemeinschaft mit nicht behinderten Menschen zu ermöglichen.

Das weitere Programm „Behindertenhilfe im Aufbruch – Ziele, Grenzen, Wünsche“
(jeweils Donnerstag, 19.00 bis 21.00 Uhr, Bibliothekssaal, Campus Haarentor)

27. Mai:
„Welche Schule für mein Kind? – Bildungswege für Kinder mit ‚geistigen Beeinträchtigungen’“

9. September: „Selbstbestimmt und mittendrin! Wohnformen für Menschen mit ‚besonderem Bedarf’“

18. November: „Schule und was dann? Integration ins Arbeitsleben von Menschen mit ‚geistigen Beeinträchtigungen’“

ⓘ www.selam-lebenshilfe.de
www.sonderpaedagogik.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Erdélyi, (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Tel.: 0441/798-4753, E-Mail: andrea.erdelyi(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)