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01. Juni 2010   224/10  

Das Recht der Anderen
Tagung der Hanse Law School zum zehnjährigen Bestehen

Oldenburg. Eine von Anfang an rechtsvergleichende Ausbildung sei angesichts der Entwicklung von stetig wachsender europäischer Rechtsharmonisierung und gleichzeitiger Rückbesinnung auf nationale Souveränität von zentraler Bedeutung, das betonte der schweizerisch-amerikanische Jurist Prof. Dr. Franz Werro (Fribourg/Washington) auf einer Tagung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Hanse Law School (HLS) Ende Mai an der Universität Oldenburg. Sie fand statt unter dem Motto „Hanse Law School in Perspective - Legal Teaching and Cross Border Research under Lisbon“ (Hanse Law School im Fokus – Rechtslehre und grenzübergreifende Forschung nach Lissabon) und wurde von Prof. Dr. Christine Godt (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Christoph Schmid (Universität Bremen), den beiden neuen HLS-DirektorInnen des trilateralen juristischen Studiengangs der Universitäten Groningen, Oldenburg und Bremen, organisiert.
In seinem Eröffnungsvortrag führte Werro weiter aus, es sei der „Respekt vor dem Anderen“ und zugleich das Verständnis des eigenen Rechts, die durch die rechtsvergleichende Methode geschult werde. Erst aus dieser Haltung heraus würden internationale Transformationsprozesse in Osteuropa und Asien, in der sich Elemente verschiedener Rechtsordnungen vermischen, sichtbar und verständlich. In Studiengängen, wie die HLS sie anbietet, würden Juristen mit interkulturellen Kompetenzen ausgebildet, die im Vergleich zu national geschulten Juristen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hätten, wenn sie sich für die Arbeit in internationalen Organisationen, Verwaltungen und Kanzleien bewerben. Mit der Umstellung, so Werro, auf ein Bachelor- und Masterstudium bekräftigten die beteiligten Universitäten ihre Vorreiterrolle bei der Europäischen Juristenausbildung.
Bei der Tagung wurden in 13 Blöcken Themen vertieft, die über drei großen Rechtsbereiche – dem öffentlichen Recht, dem Zivilrecht und dem Strafrecht – hinausgehend die Felder des Europarechts und des internationalen Rechts abdeckten. Außerdem wurden Kooperationen in die Wege geleitet. So konnten konkrete Perspektiven für eine Zusammenarbeit der HLS mit der Universität von Le Havre (Frankreich) entwickelt werden. Mit zwei englischen Universitäten wurden gemeinsame Projekte abgestimmt. Darüber hinaus entstand auf der Tagung die Idee eines Verbunds zum Energierecht in Kooperation mit der Oldenburger Wirtschaft und dem Niedersächsischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft.
HLS-Direktorin Godt zog ein positives Resümee der Tagung und sprach von einem „Durchbruch in der Neuausrichtung der Hanse Law School“. Nun könne über die transnationale Ausbildung hinaus die transnationale Forschung angegangen werden. Dabei sollten sich die Forschungsanstrengungen auf die Forschungsschwerpunkte der drei Universitäten konzentrieren.

ⓘ http:www.hanse-law-school.de/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Christine Godt, Hanse Law School Oldenburg,
Tel.: 0441/798-4154, E-Mail: ls.godt(Klammeraffe)universität-oldenburg.de
 
Prlezesse & Kommun93kxnikatiobinnnz (presse@uo0wl.de) (Stand: 06.03.2019)