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15. Juni 2010   236/10  

Akzeptanz, Autonomie, Selbstverantwortung
Alexa Hennig von Lange übernimmt Poetik-Professur

Oldenburg. Alexa Hennig von Lange übernimmt im Sommersemester 2010 die Poetik-Professur für Kinder- und Jugendliteratur an der Universität Oldenburg. Im Rahmen der von der EWE Stiftung finanzierten Professur hält sie drei öffentliche Vorlesungen, die sie unter die Oberbegriffe Akzeptanz, Autonomie, Selbstverantwortung gestellt hat. Angesprochen sind Jugendliche und Erwachsene. Veranstalter ist das Institut für Germanistik in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur (OlFoKi). Die erste Vorlesung zum Thema „Weiß ein Jugendbuchautor, wie ein Kind denkt?“ findet am 24. Juni (Campus Haarentor, Bibliothekssaal) statt. Der Eintritt ist frei.
Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren und begann bereits als Kind mit dem Schreiben kleiner Geschichten. Heute lebt sie als Mutter zweier Kinder in Berlin und ist erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin, Moderatorin und Kolumnistin. Ihr Debütroman „Relax“, in dem es um Erwachsenwerden, Sexualität und Drogen geht, machte sie auf Anhieb bekannt. 2002 erhielt sie für das Buch „Ich habe einfach Glück“ den Deutschen Jugendbuchpreis. Zahlreiche Romane für Jugendliche und Erwachsene, Erzählungen und Theaterstücke folgten. „Leute, die Liebe schockt!“ und „Peace“ (beide 2009) lauten die Titel ihrer jüngsten Bücher.
Hennig von Lange spricht in ihren Vorlesungen über ihre Texte, ihren Schaffensprozess und ihren Bezug zur Kinder- und Jugendliteratur. Zum Auftakt der Reihe geht sie der Frage nach, woher ein Jugendbuchautor eigentlich weiß, wie ein Kind denkt und was es empfindet. Zur Beantwortung greift sie zurück auf eigene Erfahrungen, auf frühe Gefühle von Einsamkeit und Fremdheit, auf die Sehnsucht nach Verbundenheit mit Menschen und Dingen und auf erste Versuche, diese Diskrepanz schreibend zu überwinden: „Vom großen Wunsch, Zugang zur Welt zu finden, erzählen all meine Bücher, sie erzählen vom Gefühl, des Abgeschnittenseins, vom unermüdlichen Suchen nach dem Tor in die Unbegrenztheit, in die Selbstverantwortung, in die totale Verbundenheit, in der es keinen Widerstand gibt, sondern Verständnis.“
Die Vorlesung wird von einer Lesung der Autorin aus ihren Büchern „Lelle“ (2002), „Ich habe einfach Glück“ (2001) und „Woher ich komme“ (2003) ergänzt.
Die Poetik-Professur wird seit 2004 an der Universität veranstaltet. AutorInnen wie Paul Maar, Mirjam Pressler, Kirsten Boie oder Lutz van Dijk haben das Forum genutzt, um Einblicke in ihren Werdegang und ihr Schaffen zu geben.

Die weiteren Vorlesungen im Rahmen der Poetik-Professur (donnerstags, 18.00 bis 20.00 Uhr, Bibliothekssaal, Campus Haarentor. Eintritt frei):

24. Juni: „Weiß ein Jugendbuchautor, wie ein Kind denkt?“
8. Juli: „Warum schreibt man Kinder- und Jugendliteratur“
2. Dezember: „Ist man als Jugendbuchautor weniger allein?“

Foto: Marcus Höhn

ⓘ www.olfoki.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Mareile Oetken, Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur, Tel.: 0441/798-4565, E-Mail: olfoki(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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