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Babette Simon

Karen Ellwanger

Lydia Potts

 

08. September 2010   338/10   Studium und Lehre

Auszeichnung als ERASMUS MUNDUS-Universität
Erster Afrikanisch-Europäischer Masterstudiengang im Bereich Migration

Oldenburg. „European Master in Migration and Intercultural Relations“ (EMMIR) – so heißt das von der Universität Oldenburg koordinierte Studienprogramm, das von ERASMUS MUNDUS, dem Exzellenzprogramm der Europäischen Kommission, jetzt ausgezeichnet wurde. EMMIR, der erste Afrikanisch-Europäische Masterstudiengang im Bereich Migration, wird ab September 2011 vor allem durch Stipendien für hoch qualifizierte internationale Master-Studierende und Hochschullehrende von der EU gefördert. Die Fördersumme für insgesamt sechs Jahre beträgt 2,5 Millionen Euro. „Die Auszeichnung der Universität Oldenburg als ERASMUS-MUNDUS-Universität bestätigt den von uns eingeschlagenen Weg der Internationalisierung", betont Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon.
Das Oldenburger Projekt konkurrierte mit 180 Anträgen aus den Mitgliedsstaaten der EU, 29 Projekte wurden zur Förderung ausgewählt. EMMIR ist der zweite ERASMUS-MUNDUS-Studiengang der an einer niedersächsischen Universität koordiniert wird. „Die Einrichtung des ERASMUS MUNDUS-Studiengangs gibt wichtige Impulse für die Profilierung der Forschungsansätze zu Interkulturalität an der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften“, erklärt Dekanin Prof. Dr. Karen Ellwanger.
Der Masterstudiengang nähert sich dem Thema Migration mit einem interkulturellen Ansatz und widmet sich europäischen und globalen Fragen zu Menschenrechten, demokratischen Werten, dem Sozialstaat und dem Arbeitsmarkt. Die Besonderheit des Oldenburger Studienprogramms: Die Universität und weitere europäische Hochschulen arbeiten mit Hochschulen im Sudan und in Uganda zusammen. Diese Kombination aus afrikanischen und europäischen Kooperationspartnern ermöglicht die intensive Auseinandersetzung mit dem komplexen Migrationsgeschehen unter Einbeziehung der in Afrika zentralen Flucht- und Vertreibungsbewegung. „Migrationsprozesse dienen im hohen Maße der Formierungen von Gesellschaften und fordern im Zusammenhang mit der Globalisierung die Konzepte von Nationalstaat und Bürgerschaft neu heraus“, erklärt die Oldenburger Politikwissenschaftlerin und Koordinatorin des Studiengangs Dr. Lydia Potts. Deshalb sei es für zukünftige Generationen enorm wichtig, diese Prozesse genauestens zu analysieren und zu gestalten.
Die internationalen Studierenden des englischsprachigen Studiengangs beginnen ihr Studium an der Universität Oldenburg und wechseln im zweiten Semester an die Universität Stavanger (Norwegen). Im zweiten Studienjahr können sie an Universitäten in Slowenien, im Sudan, in Tschechien oder in Uganda ihre Forschungsschwerpunkte vertiefen. Praktika in Partnerorganisationen, wie etwa beim United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) ergänzen den Studiengang.
ERASMUS MUNDUS hat das Ziel, Europa zur am stärksten wissensbasierten Wirtschaftskraft der Welt und zur globalen Referenz für hohe Qualität und Exzellenz in der Bildung zu entwickeln. Deshalb fördert ERASMUS MUNDUS wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Attraktivität der Hochschulbildung in Europa – und stärkt gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Drittländern, um deren Entwicklung voranzutreiben.

ⓘ www.emmir.org/
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Lydia Potts, Tel.: 0441/798-2530, E-Mail: emmir(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)