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Matthias Weber

 

29. September 2010   372/10   Studium und Lehre

Bundesinstitut schreibt Samuel von Brukenthal-Stipendien aus

Oldenburg. Samuel von Brukenthal-Stipendien – so der Name eines neuen Post-Doc-Stipendien-Programms, das das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), An-Institut der Universität Oldenburg, im Rahmen eines dreijährigen EU-Forschungsprogramms anbietet. Für das Programm, bei dem das BKGE mit dem Institut für Geschichte „George Baritiu” der Rumänischen Akademie in Klausenburg/Cluj-Napoca und dem Zentrum für Siebenbürgen-Studien kooperiert, stehen Fördergelder in Höhe von ca. 200.000 Euro zur Verfügung.
„Das ist ein EU-Projekt von großer kulturpolitischer Bedeutung“, freut sich Staatsminister Bernd Neumann: „Mit den EU-Mitteln wird die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Thematik der deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa gefördert – diese Tatsache zeigt, wie aktuell und zukunftsfähig unser förder- und kulturpolitischer Ansatz gerade auch aus europäischer Sicht ist.“
Mit den Stipendien sollen Forschungen in den Bereichen Geschichte, Kunst- und Literaturgeschichte, Ethnologie oder Soziologie angeregt werden. „Mit den Samuel von Brukenthal-Stipendien sollen promovierte Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen gefördert werden, die sich mit der Kultur und Geschichte der Deutschen in Rumänien und ihren Wechselwirkungen mit anderen Kulturen des Landes auf interdisziplinäre Weise beschäftigen“, erklärt BKGE-Direktor Matthias Weber.
Das BKGE übernimmt die fachliche und verwaltungsmäßige Koordination sowie die Auswahl der StipendiatInnen. Vergeben werden Stipendien in Höhe von 4.000 RON (ca. 1.000 Euro) monatlich plus 2.000 RON (ca. 500 Euro) Reisekostenzuschuss für dreimonatige Auslandsaufenthalte. Die Stipendien werden ab Herbst 2010 an herausragende WissenschaftlerInnen aus dem Bereich Geschichte des östlichen Europa und benachbarter Fächer für jeweils ein bis zwei Jahre vergeben.
Die Deutschen in Rumänien seien durch die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an Herta Müller in den Blickpunkt der rumänischen wie des bundesdeutschen Interesses gerückt, stellt der Historiker Konrad Gündisch vom Oldenburger BKGE fest. Stipendien zur Erforschung ihrer Kultur und Geschichte, die durch dieses EU-Projekt ermöglicht werden, seien von aktuellem öffentlichem Interesse.
Das Stipendium ist nach dem siebenbürgischen Gouverneur Samuel von Brukenthal (1721–1803) benannt. Er trug als Politiker und Gelehrter, Kunstsammler, Mäzen und Stifter des nach ihm benannten Museums in Hermannstadt/Sibiu (Rumänien) dazu bei, dass Siebenbürgen im Zeitalter von Barock und Aufklärung eine europäische Kulturlandschaft von europäischem Rang wurde.

ⓘ www.bkge.de/49475.html
www.history-cluj.ro/Istorie/Ro/startIstorie_burse_post_doctorale.htm
 
ⓚ Kontakt:
Maria Luft, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Tel.: 0441/96195-27, E-Mail: maria.luft(Klammeraffe)bkge.uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)