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27. Oktober 2010   408/10  

Jeden Tag eine neue Herausforderung: Berufsausbildung Feinwerkmechaniker
Die Universität Oldenburg bildet Feinwerkmachaniker aus – Interessenten können sich bewerben

Oldenburg. Liebe zum Detail, Genauigkeit und höchste Präzision, das sind Grundvoraussetzungen, die die Auszubildenden zum Feinwerkmechaniker (Schwerpunkt Feinmechanik) an der Universität Oldenburg mitbringen sollten. Jedes Jahr bilden die Mechanischen Werkstätten der Universität Feinmechaniker aus. Mit großem Erfolg: Regelmäßig gehören die Auszubildenden der Mechanischen Werkstätten zu den Besten bei Kammer-, Landes- und Bundessiegerwettbewerben. Im November können sich InteressentInnen mit Realschulabschluss oder Abitur wieder für die Ausbildung zum Feinmechaniker bewerben. Ein Ausbildungsberuf mit guter Perspektive, der gerade für Mädchen von Interesse ist.
„Feinmechaniker kennen eines nicht: Eintönigkeit“, erklärt Ulf Harksen, Leiter der Mechanischen Werkstätten. An der Universität erhalten die angehenden FeinmechanikerInnen eine breite Berufsausbildung. „Bei uns in den Werkstätten gibt es keine Serienfertigung, da wir reine Prototypenentwicklung machen. Das bedeutet, dass jeder Auftrag anders ist und neue Herausforderungen mit sich bringt“, so Harksen. Die Auftraggeber sind WissenschaftlerInnen der Universität, zum Beispiel ChemikerInnen, PhysikerInnen, Meeres- und NeurobiologInnen, aber auch SportwissenschaftlerInnen oder PsychologInnen. So komplex wie ihre Forschung sind auch die Anforderungen an ihre Forschungsgeräte. Und da diese im freien Handel kaum erhältlich sind, müssen die Mechanischen Werkstätten diese anfertigen. In letzter Zeit wurden dort unter anderem Unterwassermessvorrichtungen, Sonnenmikroskope, ein Sonnensimulator, eine Windkanalmesszelle und eine Laserjustiervorrichtung hergestellt. Die Arbeiten erfordern äußerste Genauigkeit und haben mit dem herkömmlichen Image vom „Blue Collar Job“ nichts gemein.
Das Besondere an der Ausbildung: Die Auszubildenden werden so schnell wie möglich in den Produktionsprozess integriert. „Ich schaue mir den Auftrag an und überlege, welche Aufgaben die Auszubildenden übernehmen können“, berichtet Ausbildungsleiter Manfred Schrock. „Auf diese Weise produzieren sie nicht für den ,Mülleimer’ – wie dies bei anderen Ausbildungsbetrieben oftmals der Fall ist, sondern arbeiten so früh wie möglich an den wissenschaftlichen Versuchsaufbauten“. Neben den Grundvoraussetzungen wie Feilen, Messen und Bohren wird in der dreieinhalbjährigen Ausbildung auch das Arbeiten mit neuster Technik, wie zum Beispiel an modernen CNC- Fräs- und Drehmaschinen vermittelt. „Die Ausbildung zum Feinmechaniker ist eine Ausbildung mit Zukunft“, erklärt Schrock. „Unsere Auszubildenden sind, nachdem sie die Ausbildung absolviert haben, aufgrund ihrer Flexibilität in Handwerks- und Industriebetrieben sehr gefragt.“

Foto 1 (von links): Philipp Hellmich und Stefan Kollmann, Lehrlinge im 4. Lehrjahr, bei der Maßendkontrolle von selbst hergestellten Werksstücken für einen Femtosekunden-Laserverstärker.

Foto 2 (von links): Philipp Hellmich und Stefan Kollmann, Lehrlinge im 4. Lehrjahr, überprüfen ein Elektronenspektrometer in den Labors der Abteilung Ultraschnelle Nano-Optik.

ⓘ www.bi.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Ulf Harksen, Tel.: 0441/798-4251, E-Mail: ulf.harksen(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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