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Babette Simon

Lydia Potts

 

08. Februar 2011   048/11   Studium und Lehre

ERASMUS MUNDUS-Studiengang in die Wege geleitet
Universitätspräsidenten unterzeichnen Vertrag für ersten europäisch-afrikanischen Migrationsstudiengang

Oldenburg. Die Grundlage für den ersten europäisch-afrikanischen Migrationsstudiengang „European Master in Migration and Intercultural Relations (EMMIR)“ ist gelegt: Gestern unterzeichnete Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon gemeinsam mit sechs VertreterInnen der Partneruniversitäten aus Europa und Afrika den Vertrag, auf dessen Basis der Studiengang ab September 2011 angeboten wird. Die Universität Oldenburg koordiniert den Studiengang, der in den kommenden sechs Jahren mit 3,5 Millionen Euro von der Exzellenzinitiative ERASMUS MUNDUS der Europäischen Union gefördert wird. „EMMIR liefert einen wertvollen Beitrag zum Migrationsdiskurs“, sagte Simon bei der Vertragsunterzeichnung. Der Studiengang stelle einen wichtigen Baustein der Internationalisierung der Universität Oldenburg dar.

Die VertreterInnen aller beteiligten Hochschulen nehmen in den kommenden Tagen gemeinsam die Auswahl der Studierenden vor. „Fast 2000 Bewerbungen aus über 100 Ländern zeigen deutlich die Dringlichkeit, das Interesse und den Forschungsbedarf, den das Thema Migration besitzt“, erklärt Dr. Lydia Potts, Politikwissenschaftlerin und Koordinatorin des Studiengangs. 30 Studierende werden zugelassen, 18 von ihnen erhalten ein Stipendium der EU.

Nach dem Auftaktsemester in Oldenburg gehen die Studierenden für ein Semester an die Universität Stavanger (Norwegen). Danach können sie wählen, ob sie ihr Studium an einer europäischen oder afrikanischen Partneruniversität fortsetzen. Nach vier Semestern finden die Abschlussveranstaltung und die Absolventenfeier mit der Übergabe der Zeugnisse in Oldenburg statt.
Der in der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften angesiedelte ERASMUS MUNDUS Masterstudiengang „European Master in Migration and Intercultural Relations“ nähert sich dem Thema Migration mit einem interkulturellen Ansatz und widmet sich europäischen und globalen Fragen zu Menschenrechten, demokratischen Werten, dem Sozialstaat und dem Arbeitsmarkt. Seine enge Kooperation mit Hochschulen im Sudan und Uganda und ein umfassender Migrationsbegriff ermöglichen die intensive Auseinandersetzung mit dem komplexen globalen Migrationsgeschehen unter Einbeziehung nicht-europäischer Perspektiven.

EMMIR konkurrierte mit 180 Anträgen aus den Mitgliedstaaten der EU um eine Förderung durch ERASMUS MUNDUS. 29 Projekte wurden ausgewählt. ERASMUS MUNDUS hat das Ziel, Europa zur stärksten wissensbasierten Wirtschaftskraft der Welt und zur globalen Referenz für hohe Qualität und Exzellenz in der Bildung zu entwickeln. Deshalb fördert ERASMUS MUNDUS wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Attraktivität der Hochschulbildung in Europa – und stärkt gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Drittländern, um deren Entwicklung voranzutreiben.

Folgende PartnerInnen unterzeichneten den Vertrag für den ersten europäisch-afrikanischen Migrationsstudiengang: Prof. Dr. Babette Simon (Präsidentin Universität Oldenburg), Prof. Dr. Gasim Badri (Präsident Ahfad University for Women, Sudan), Prof. Dr. Danilo Zavrtanik (Rektor der University of Nova Gorica, Slowenien), Prof. Dr. Pamela Mbabazi (Vizepräsidentin Mbarara University, Uganda), Dr. Jan Zahradnik (Vizepräsident University of South Bohemia, Tschechische Republik), Prof. Dr. Egil Gabrielsen (Vizepräsident der University of Stavanger, Norwegen) und Prof. Dr. Oswald Ndolerire (Leiter des Fachbereichs Geistes- und Sozialwissenschaften, Makerere University, Uganda).

Auf dem Foto: Die Beteiligten am ERASMUS MUNDUS Masterstudiengang „European Master in Migration and Intercultural Relations (EMMIR)“.

ⓘ www.migrationgender.uni-oldenburg.de/48927.html
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Lydia Potts, Tel.: 0441/798-2530, E-Mail: lydia.potts(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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