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11. März 2011   068/11   Forschung

Aktionsbündnis „Migration & Mobilität“ feiert Etappenziel

Oldenburg. Zur Abschlussveranstaltung des Aktionsbündnisses „Migration & Mobilität“ (MuM) konnte Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, Hochschullehrer am Institut für Sportwissenschaft und Leiter des Projekts, am Dienstag über 50 Gäste aus Wissenschaft, Sport und Verwaltung an der Universität Oldenburg begrüßen.
Beeindruckend an dem über zweijährigen Prozess, in dem Sport- und Gesundheitsangebote für Migrantinnen entwickelt wurden, sei laut Alkemeyer, dass die beteiligten WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen durchgängig auf Augenhöhe zusammengearbeitet hätten: „So konnten wir alle Kompetenzen aus Wissenschaft, Gemeinwesenarbeit, Sportvereinen und Migrantenorganisationen bündeln, um Angebote, die den Lebenslagen der Frauen angepasst sind, bereitzustellen.“
Ayca Polat, Integrationsbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass mit dem Projekt eine wichtige Lücke in Oldenburg geschlossen werden konnte. Bisher habe es kaum Sport- und Gesundheitsangebote für erwachsene Migrantinnen gegeben. „MuM war auch deshalb ein so großer Erfolg, weil Migrantenorganisationen vorbildlich einbezogen und sogar Asylbewerberinnen bei der Planung berücksichtigt wurden.“
Cordula Breitenfeldt, Stellvertretende Fachdienstleiterin Jugend / Gemeinwesenarbeit / Jugendhilfedienste der Stadt Oldenburg, resümierte: „Mit diesem Projekt haben wir das für die Gemeinwesenarbeit wichtige Themenfeld Bewegung und Ernährung grundlegend anpacken können.“ Die Idee ist aus einem Vorläuferprojekt in Bloherfelde entstanden. Damals wurde mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfond in Kooperation mit dem TuS Bloherfelde und SportwissenschaftlerInnen der Universität ein Fahrradkurs für Migrantinnen durchgeführt, aus dem sich die noch heute bestehende Fahrradschule entwickelt hat.
Susanne Möller, Geschäftsstellenleiterin des TuS Bloherfelde und Mitbegründerin des Bündnisses, betonte, dass die aktive Ansprache von sozialen Gruppen, die bisher nicht den Weg in den Verein gefunden hatten, ohne eine Veränderung von Vereinsstrukturen kaum zu schaffen gewesen wäre. „Wir freuen uns sehr, bei MuM Personalmittel zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. So konnten wir zum Beispiel ein Highlight, die Übungsleiterinnenausbildung für Migrantinnen, organisieren.“ Allein mit dem Ehrenamt soziale Projekte durchzuführen, sei äußerst schwer.
Die Projektkoordinatorin Rea Kodalle zog Bilanz: „Nicht zuletzt die 15.000 Emails, die unser Team gesendet und empfangen hat, zeigen, wie groß die organisatorischen Herausforderungen in einem Bündnis sind.“ Für Universitäten sei es keinesfalls üblich, bei einem Drittmittelprojekt täglich mit bis zu elf Partnern in engem Austausch zu stehen. „Ich wünsche mir, dass diese Feier rückblickend als Etappenfeier gesehen werden kann und dass wir mit einem Folgeprojekt, das bereits beantragt ist, unsere Arbeit fortsetzen können“, so ihr Schlussstatement.

Auf dem Foto: Prof. Dr. Thomas Alkemeyer Leiter des Projekts „Migration & Mobilität“

ⓘ www.sport.uni-oldenburg.de/migration/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, Institut für Sportwissenschaft; Tel.: 0441/798-4622, E-Mail: thomas.alkemeyer(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
Rea Kodalle, Institut für Sportwissenschaft; Tel.: 0441/798-3157, E-Mail: rea.kodalle(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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