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01. April 2011   105/11  

Zehn Jahre Nanotechnik und Mikrorobotik

Oldenburg. „Als ich vor zehn Jahren den Ruf auf die Professur für Regelungstechnik an die Universität Oldenburg annahm, steckten Nanohandhabung und Mikrorobotik noch in den Kinderschuhen“, erklärt Prof. Dr. Sergej Fatikow. Am 1. April 2001 gründete er die Abteilung für Mikrorobotik und Regelungstechnik (AMiR) am Department für Informatik der Universität Oldenburg, die jetzt auf ihr zehnjähriges Jubiläum zurückblicken kann: „Zehn Jahre, in denen automatisierte Nanohandhabung und Mikrorobotik zu einer festen Größe in der Oldenburger Forschung geworden sind.“
Inzwischen arbeiten hier über 20 Wissenschaftliche MitarbeiterInnen aus den Bereichen der Ingenieurwissenschaften, der Physik und der Informatik. Die WissenschaftlerInnen können auf umfangreiche Erfahrungen in mehreren multidisziplinären – internationalen wie nationalen – Forschungsprojekten zurückgreifen. „Im Laufe der Jahre sind Kontakte und Kooperationen zu etwa 300 Instituten und Firmen in rund 50 Ländern entstanden“, erläutert Fatikow. Seit 2001 wurden weit über zehn Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Ein Höhepunkt dieser intensiven internationalen Verknüpfungen ist die von Fatikow neu ins Leben gerufene und geleitete „International Conference on Manipulation, Manufacturing and Measurement on the Nanoscale“ (3M-NANO), die im Herbst in China zum ersten Mal stattfindet.
Heute werden Roboter-basierte Handhabungstechniken in vielen Anwendungsgebieten als Schlüsseltechnologien angesehen, um kleinste Objekte mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich manipulieren zu können. Als Beispiele führt Fatikow die Mikrosystemtechnik, die Nanotechnologie und die Biosensorik an. Besonders die automatisierte Nanohandhabung im Rasterelektronenmikroskop (REM) sowie der Einsatz des Rasterkraftmikroskops als Nanoroboter ermögliche eine Reihe neuartiger Anwendungen. Im Jahre 2008 hat das Oldenburger Informatikinstitut OFFIS das Technologiecluster Automatisierte Nanohandhabung gegründet. Die intensive Zusammenarbeit mit OFFIS fördere die anwendungsnahe Forschung auf sehr fruchtbare Weise, so Fatikow.
Nicht nur in der Forschung, auch in der Lehre hat sich in den letzten zehn Jahren viel getan: Das Lehrangebot von AMiR gliedert sich in Mikrorobotik und Mikrosystemtechnik, Nanohandhabung und Automatisierung, künstliche neuronale Netze und Fuzzy-Logik in der Robotik und Automatisierung sowie Regelungstechnik. Angeboten werden diese Lehrveranstaltungen insbesondere für Informatikstudenten im Rahmen des Studienschwerpunktes „Eingebettete Systeme und Mikrorobotik“.

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www.amir.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Sergej Fatikow, Tel.: 0441/798-4291, E-Mail: Fatikow(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
Prirdz8essejrn & Komhc2mufdx7nikation (presse@uo+9qryl.dile9xji) (Stand: 07.11.2019)