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Heinz Helmers

Hans-Jochen Pade

 

04. April 2011   109/11   Forschung

Jod in Oldenburger Luft messbar, aber nicht gesundheitsgefährdend
Physiker veröffentlichen Messergebnisse im Internet

Oldenburg. Spuren von Jod-131 haben Wissenschaftler des Instituts für Physik der Universität in der Oldenburger Luft am Standort Wechloy nachgewiesen. „Eine Gesundheitsgefahr ist auszuschließen“, so der Oldenburger Physiker Dr. Heinz Helmers: Die gemessenen Jod-Werte seien mindestens 1. 000 Mal niedriger als die typische Konzentration natürlicher Radioaktivität in der Luft.
„Mit großer Wahrscheinlichkeit“, so Helmers, stamme das Jod aus den zerstörten Atomreaktoren in Fukushima (Japan). Im Messzeitraum zwischen dem 29. und 30. März betrug die mittlere Konzentration 2,2 Millibecquerel pro Kubikmeter Luft (2,2 mBq/m3). Niedriger waren die Werte in darauffolgenden Messzeiträumen. Gemessen wurden 0,85 mBq/m3, 0,70 mBq/m3, 0,43 mBq/m3 und zuletzt 0,96 mBq/m3 (Messzeitraum 02.04.11 – 03.04.11). Das Absinken der Werte ist unter anderem damit zu begründen, dass Jod durch Regen aus der Luft gewaschen wurde („Washout“).
„Wir erwarten nicht, dass die Werte nennenswert ansteigen“, sagt Helmers, der gemeinsam mit seinem Kollegen Hans-Jochen Pade die Messungen fortführen wird. Die Ergebnisse werden im Internet auf den Webseiten der Physikalischen Umweltanalytik der Universität veröffentlicht.

ⓘ uwa.physik.uni-oldenburg.de/52520.html
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Heinz Helmers, Institut für Physik, Tel.: 0441/798-3512, E-Mail: heinz.helmers(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)