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17. Mai 2011   183/11   Forschung /Weiterbildung

„Fair kann mehr – nachhaltig konfliktfähig“: Erweitertes Projekt zur Gewaltprävention

Oldenburg. Ein erweitertes Konzept zur Prävention von Gewalt an Schulen durch Mediation stellte heute das Lehrerfortbildungszentrum (OFZ) der Universität Oldenburg gemeinsam mit dem Präventionsrat Oldenburg (PRO) der Öffentlichkeit vor. „Die Universität will einen zentralen Beitrag zur Gewaltprävention an Schulen leisten“, erklärte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Gunilla Budde. „Deshalb ist uns die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Schulen ein besonderes Anliegen.“
Das OFZ bildet seit über zehn Jahren in Kooperation mit dem Präventionsrat SchulmediatorInnen aus und hat Gewaltpräventionsprojekte an vielen Oldenburger Schulen auf den Weg gebracht. Die Ausbildung von LehrerInnen zu Schulmediatoren werde nun unter dem Motto „Fair kann mehr - nachhaltig konfliktfähig“ in Kooperation mit den Vereinen „Konfliktschlichtung“ und „Brückenschlag“ weiter ausgebaut, erläuterte Gerd Koop, Vorsitzender des Präventionsrates, mit Blick auf den 16. Deutschen Präventionstag. Europas größte internationale Plattform zum interdisziplinären Erfahrungsaustausch in der Prävention findet am 30. und 31. Mai in Oldenburg statt.
„Mit Mobbing in Internetforen, Psycho-Terror per Handy und vielen anderen Problemen ergeben sich vielseitige neue Herausforderungen für die Präventionsarbeit“, so OFZ-Ulrike Heinrichs. Das neue Ausbildungskonzept sei angestoßen worden, um auf diese Entwicklungen besser reagieren zu können und die positiven Effekte der Mediationsarbeit in den Schulen weiter zu verstärken. Die am Projekt teilnehmenden Schulen werden zum Beispiel umfassend beraten, wie sie weitere Felder für Mediationsarbeit erschließen und Mediation als Möglichkeit zur Prävention von Gewalt und Mobbing implementieren können. Die Lehrkräfte und pädagogischen MitarbeiterInnen bekommen zudem die Möglichkeit, an speziellen Fortbildungen teilzunehmen und sich in Internet-Foren auszutauschen. An dem Projekt interessierte Oldenburger Schulen können sich an das OFZ wenden und nach den Bedingungen für die Teilnahme fragen. Der Präventionsrat sucht derzeit noch Paten, damit möglichst viele Schulen unterstützt werden können.
Mediation als Instrument des Konfliktmanagements im Rahmen der Schulentwicklung zu verankern, ist Ziel der Projektpartner. Das Verfahren dient der einvernehmlichen Beilegung oder Vermeidung eines Konflikts mit Hilfe einer dritten Person und soll zu einem positiven Schulklima sowie zur persönlichen Bildung aller Beteiligten beitragen. Es bietet SchülerInnen nicht nur Unterstützung in Problemsituationen, sondern auch die Möglichkeit, selbst zu SchülerstreitschlichterInnen ausgebildet zu werden.

ⓘ www.ofz.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Ulrike Heinrichs, OFZ, Tel.: 0441/798-3036, E-Mail: ofz(Klammeraffe)uni-oldenburg.de;
Förderverein Präventionsrat Oldenburg e.V., Tel.: 0441/235-3611, E-Mail: praeventionsrat(Klammeraffe)stadt-oldenburg.de bzw.
 
(Stand: 09.06.2021)